Datum15.12.2025 11:18
Quellewww.spiegel.de
TLDRSpanien hat Airbnb mit einem Bußgeld von rund 64 Millionen Euro belegt, da zahlreiche angebotene Wohnungen illegal vermietet wurden. Die Regierung kritisiert die Plattform als Mitverursacher der Wohnungsknappheit, die viele Familien in schwierige Lebenslagen bringt. Verbraucherschutzminister Pablo Bustinduy forderte die Behebung von Mängeln und die Entfernung illegaler Angebote. Während der Tourismus für die spanische Wirtschaft wichtig ist, klagen viele Bürger über die negativen Auswirkungen des Massentourismus, insbesondere in Städten wie Barcelona und Valencia.
InhaltViele Immobilieneigentümer in Spanien vermieten ihre Wohnungen an Touristen. Die Regierung sieht Airbnb als Anstifter der irregulären Praxis, durch die Tausende Familien in prekären Verhältnissen leben müssen. Airbnb, die Plattform für Kurzzeitvermietungen, soll in Spanien eine Millionenstrafe wegen unzulässiger Angebote zahlen. Das Verbraucherschutzministerium hat ein Bußgeld in Höhe von rund 64 Millionen Euro verhängt. Zahlreiche auf der Plattform angebotene Wohnungen hätten dem Bescheid zufolge nicht touristisch vermietet werden dürfen. Airbnb müsse "die festgestellten Mängel beheben und die illegalen Inhalte entfernen", teilte das Ministerium mit. "Tausende Familien leben aufgrund der Wohnungskrise in prekären Verhältnissen, während sich einige wenige dank Wirtschaftsmodellen, die Menschen aus ihren Wohnungen vertreiben, bereichern", erklärte Verbraucherschutzminister Pablo Bustinduy. Airbnb wird vorgeworfen, insbesondere in Städten wie Barcelona und Valencia zur Wohnungsknappheit beizutragen, weil es für Eigentümer einträglicher ist, ihre Wohnung an Touristen zu vermieten als an Einheimische. Spanien verzeichnete im Jahr 2024 eine Rekordzahl von 94 Millionen Besuchern und ist damit nach Frankreich das zweitbeliebteste Reiseziel weltweit. Die Zahl dürfte in diesem Jahr noch übertroffen werden. Der Tourismus ist bedeutsam für die spanische Wirtschaft, mittlerweile beklagen viele Spanier jedoch die Folgen des Massentourismus.