Datum15.12.2025 08:49
Quellewww.zeit.de
TLDRLandwirte aus Sachsen protestieren gegen die Preispolitik von Discountern wie Lidl und Aldi, die aufgrund eines Preiskampfs die Preise für Butter drastisch senken. Etwa 20 Traktoren blockierten den Logistikknoten von Lidl in Radeburg. Die Bauern kritisieren, dass die Preisdumpings auf ihrem Rücken ausgetragen werden und führen den starken Preisverfall für Milchprodukte als Hauptproblem an. Laut Marc Bernhardt von der Vereinigung "Land schafft Verbindung" erwarten die Landwirte, dass die Preise in der Milchbranche weiter fallen werden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Proteste Preispolitik“. Lesen Sie jetzt „Landwirte protestieren gegen Preispolitik der Discounter“. Landwirte aus Sachsen beteiligen sich an bundesweiten Protesten gegen die Preispolitik von Discountern. Am Morgen blockierten etwa 20 Traktoren den Logistikknoten von Lidl in Radeburg (Landkreis Bautzen). "Ich denke, es hat sich herumgesprochen und man hat es in der Werbung gesehen, dass Lidl und Aldi sich in einem Preiskampf verschworen haben", sagte Marc Bernhardt, Sprecher der Vereinigung "Land schafft Verbindung" in Sachsen der Deutschen Presse-Agentur. Dieser Preiskampf werde auf dem Rücken der Bauern ausgetragen. "Anders kann man es nicht sagen. Eine völlig desaströse Preispolitik, die wir hier momentan erleben." Anlass der Proteste ist der starke Preisverfall für Butter. Discounter hatten die Preise für ein 250-Gramm-Stück Butter ihrer Eigenmarken unlängst auf 99 Cent reduziert. Grund ist der gesunkene Weltmarktpreis für Milch. Bei den Molkereien wurde zuletzt mehr Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum. Laut Bernhardt sind die Milchpreise im freien Fall. Butter sei "Spitze vom Eisberg": "Wenn Butter anfängt, nach unten zu gehen, gehen alle anderen Produkte in der Milchbranche auch noch mit nach unten, sodass wir jetzt schon wissen, dass wir das nächste halbe Jahr definitiv im Minus landen werden." © dpa-infocom, dpa:251215-930-424789/1