Datum15.12.2025 08:51
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Hamburg wurden im letzten Jahr 1.986 Fälle von Kindeswohlgefährdung registriert, wobei Vernachlässigung mit 56 Prozent der häufigste Grund war. Weitere Ursachen umfassten psychische Misshandlungen (34 Prozent), körperliche Misshandlungen (30 Prozent) und sexuelle Gewalt (6 Prozent). 72 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen wiesen eine klare Gefährdung auf. Die Mehrheit der Fälle betraf Kinder unter 18 Jahren. Kindeswohlgefährdung wird definiert als erhebliche Schädigung des physischen oder psychischen Wohls, die von den Sorgeberechtigten nicht verhindert werden kann.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Statistik“. Lesen Sie jetzt „Vernachlässigung häufigster Grund für Kindeswohlgefährdung“. In Hamburg sind im vergangenen Jahr 1.986 Kindeswohlgefährdungen festgestellt worden. In 56 Prozent aller Fälle lag eine Vernachlässigung vor, wie das Statistikamt Nord mitteilte. Dabei handelt es sich beispielsweise um fehlende erzieherische Einflussnahme bei unregelmäßigem Schulbesuch oder um unzureichende Pflege und Versorgung des Kindes, etwa mit Nahrung, sauberer Kleidung und Hygiene. Weitere oder ergänzende Gefährdungen waren den Angaben zufolge psychische Misshandlung (34 Prozent aller Fälle), körperliche Misshandlungen (30 Prozent) und sexuelle Gewalt (6 Prozent). Pro Fall der Kindeswohlgefährdung können demnach mehrere Ursachen angegeben werden. Kindeswohlgefährdung liegt den Angaben zufolge vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Situation von den Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird oder werden kann. Bei 72 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen bestand eine eindeutige Gefährdung des Kindeswohls. Bei 28 Prozent war eine Gefahr nicht auszuschließen. 30 Prozent der von Kindeswohlgefährdung betroffenen Personen waren den Angaben zufolge jünger als sechs Jahre, 20 Prozent sechs bis unter zehn Jahre und 50 Prozent zehn bis unter 18 Jahre alt. © dpa-infocom, dpa:251215-930-424797/1