Untersuchungsausschuss: Talbrücke: Ex-Bundesminister im Zeugenstand

Datum15.12.2025 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Untersuchungsausschuss des Landtags in Düsseldorf müssen heute die ehemaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Volker Wissing sowie Oliver Luksic aussagen. Thema ist die Kommunikation zur Sperrung der Talbrücke Rahmede aufgrund von Einsturzgefahr, die im Dezember 2021 zur Vollsperrung der wichtigen Autobahn 45 führte. Die Brücke wurde abgerissen, der Neubau soll am 22. Dezember freigegeben werden. Die Sperrung verursacht gravierende Probleme für die Region, darunter Stau, Lärm, Abgasbelastung und erhebliche wirtschaftliche Schäden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Untersuchungsausschuss“. Lesen Sie jetzt „Talbrücke: Ex-Bundesminister im Zeugenstand“. Zwei ehemalige Bundesverkehrsminister müssen heute (10.00 Uhr) im Brücken-Untersuchungsausschuss des Landtags in Düsseldorf als Zeugen aussagen. Dabei werde es um die Kommunikation zur Sperrung der Talbrücke Rahmede zwischen Bundesverkehrsministerium und NRW-Landesregierung gehen, hatte der Ausschussvorsitzende Stefan Engstfeld (Grüne) mitgeteilt.  Zu diesem Zweck sind die ehemaligen Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) und Volker Wissing (früher FDP) sowie der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär Oliver Luksic geladen. Der Untersuchungsausschuss "Brückendesaster und Infrastrukturstau" soll das Debakel um die Vollsperrung der Brücke aufarbeiten.  Die Rahmede-Talbrücke der Autobahn 45 bei Lüdenscheid musste im Dezember 2021 nach einer Kontrolle kurzfristig gesperrt werden - wegen Einsturzgefahr. Die Brücke wurde abgerissen. Der Neubau soll am 22. Dezember für den Verkehr freigegeben werden.  Die Sperrung der Brücke hatte gravierende Folgen für die Region. Die wichtige Autobahn 45, die das Ruhrgebiet mit dem Ballungsraum Frankfurt verbindet, ist seit Ende 2021 unterbrochen. Täglich fahren etwa 20.000 Fahrzeuge, davon rund 6.000 Lastwagen, über Umleitungsstrecken durch Lüdenscheid.  Die Bewohner von Lüdenscheid und die gesamte Region leiden unter massivem Umleitungsverkehr, Stauchaos, Lärm- und Abgasbelastung, stockendem Lieferverkehr, Fachkräfte-Abwanderung und Umsatzeinbußen. Die Industrie geht von einem Milliardenschaden aus. © dpa-infocom, dpa:251215-930-423998/1