Datum17.10.2025 12:04
Quellewww.zeit.de
TLDRRaubgräber haben eine 1.900 Jahre alte archäologische Ausgrabungsstätte in Bielefeld-Sieker geplündert, wobei Metallfunde und Keramikteile entnommen wurden. Diese Siedlung zählt zu den bedeutendsten germanischen Stätten der römischen Kaiserzeit in Westfalen. Bereits zuvor wurden illegale Aktivitäten mit Metallsonden festgestellt. Die Stadt Bielefeld und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) planen Schutzmaßnahmen und bitten Bürger, verdächtige Beobachtungen zu melden. Öffentlich zugängliche Führungen der Ausgrabung bleiben trotz der Vorfälle bestehen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Archäologie in Westfalen“. Lesen Sie jetzt „Raubgräber plündern 1.900 Jahre alte Ausgrabungsstätte“. Raubgräber haben erneut eine archäologische Ausgrabungsstelle in Bielefeld-Sieker geplündert. Unter Abdeckplanen fand die Grabungsleiterin große, wieder zugeschüttete Löcher, aus denen Metallfunde und Teile mindestens eines Keramikgefäßes entwendet wurden, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mitteilte. Die Siedlung zählt zu den größten germanischen Fundstellen der römischen Kaiserzeit in Westfalen. Bereits im August waren den Angaben nach Spuren einer illegalen Begehung mit einer Metallsonde auf den Flächen der damaligen Ausgrabungsfläche entdeckt worden. Die Stadt Bielefeld und der LWL kündigten nun zusätzliche Schutzmaßnahmen an. "Wir hoffen, dass auf diese Weise weitere Verluste nicht nur für die Bielefelder Stadtgeschichte, sondern auch für die Geschichte Westfalens verhindert werden können", teilte Claudia Koch als zuständige Baudezernentin mit. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verdächtige Beobachtungen der Polizei zu melden. Trotz der Vorfälle könnten Interessierte die Ausgrabung weiterhin im Rahmen öffentlicher Führungen besuchen. © dpa-infocom, dpa:251017-930-173786/1