»Tatort« heute aus Wien: »Der Elektriker« im Schnellcheck

Datum14.12.2025 16:05

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer "Tatort: Der Elektriker" aus Wien thematisiert den Mord an einem sexuell aktiven Altenheimbewohner, der mittels eines Hebelifts getötet wurde. Kommissar Eisner und Majorin Fellner ermitteln, wobei persönliche und historische Verstrickungen, einschließlich möglicher Kriegsverbrechen, eine Rolle spielen. Der skurrile Humor des ersten Teils weicht abrupt ernsthaften Themen, was die Tonalität stört. Die Rezension bewertet den Film mit 4 von 10 Punkten und kritisiert, dass vulgäre Elemente nicht witzig sind und viele Pointen nicht zünden.

InhaltZwischen Rollator und Rotlicht: Meisner und Fellner ermitteln zum Tod eines Altenheimbewohners, der sexuell noch hochaktiv war. Und mittels eines Hebelifts ermordet wurde. Dieser "Tatort" trifft selten den richtigen Ton. Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Das Szenario: Hebelift zum Schafott. Der Bewohner eines Altenheims starb in der Badewanne, nachdem ihn dort jemand mit der Hebevorrichtung platziert hatte. Oberstleutnant Eisner (Harald Krassnitzer) und Majorin Fellner (Adele Neuhauser) ermitteln in alle Richtungen. Unter anderem in einem Laufhaus, weil dort jene Ramona arbeitete, die den noch immer erotisch interessierten Senior regelmäßig auf seinem Zimmer besuchte. Die Verstrickungen des Alten im Jugoslawienkrieg spielen ebenfalls eine Rolle bei den Untersuchungen. Der Clou: Schwarzer Humor trifft realen Horror. Dieser "Tatort" beginnt im Stil eines skurrilen Altenheimkrimis – um dann abrupt über Kriegsverbrechen zu berichten, die in den Neunzigerjahren auf dem Balkan begangen worden sind. War der getötete Rentner ein serbischer Folterknecht? Hier will das eine nicht zu dem anderen passen. Die Pointen zünden meist nicht, der historische Hintergrund bleibt verschwommen. Das Bild: Randale im Bordell. In einer Szene prügelt sich die Tochter des Toten mit der Prostituierten Ramona, da der Vater die sexuellen Dienstleistungen mit dem Schmuck der toten Mutter bezahlt hatte. Den will die Tochter jetzt wiederhaben. Doch Romana besteht auf die Bezahlung für die "harte Arbeit" am Senioren und schiebt hämisch hinterher: "Na ja, hart war da gar nichts." Merke: Vulgär ist nicht gleich witzig. Der Auftritt: Johannes Silberschneider als Oberkellner Herr Fritz: Obwohl er längst im Altenheim lebt, gilt für das Gastro-Urgestein die alte Ansage: "Was ein gestand'ner Oberkellner is', der schwärzt doch niemand' an." Aus dem ist also schwer was rauszubekommen. Einmal Oberkellner, immer Oberkellner. Kleiner Lichtblick im Geronto-Trübsinn. Die Bewertung: 4 von 10 Punkten: Zwischen Rollator und Rotlicht: Dieser "Tatort" vergreift sich oft im Ton. Die Analyse: Lesen Sie bitte hier weiter! "Tatort: Der Elektriker", Sonntag, 20.15 Uhr, Das Erste Kommissar-Karussell: Alle "Tatort"-Teams im Überblick