Australien: Was über den Angriff am Bondi Beach bekannt ist

Datum14.12.2025 12:31

Quellewww.zeit.de

TLDRAm Bondi Beach in Sydney kam es zu einem antisemitischen Schusswaffenangriff, bei dem zwölf Menschen starben, darunter ein mutmaßlicher Angreifer. Der Vorfall ereignete sich während einer Veranstaltung zum jüdischen Chanukkafest. Die Polizei spricht von einem terroristischen Akt und hat zwei mutmaßliche Schützen festgenommen; einer ist tot, der andere schwer verletzt. Mindestens 18 Personen wurden verletzt. Die Behörden ermitteln und warnen die Bevölkerung, den Bereich zu meiden. Premierminister Albanese äußerte seine Bestürzung über die Ereignisse.

InhaltBei einem Schusswaffenangriff am Bondi Beach in Sydney sterben zwölf Menschen. Die australischen Behörden sprechen von einem "antisemitischen Anschlag". Was bekannt ist Auf dem weltberühmten Bondi Beach im australischen Sydney hat es einen Schusswaffenangriff gegeben. Der Einsatz am Strand dauert laut Polizei an. Offiziellen Angaben zufolge sind zwölf Menschen getötet worden – einer von ihnen ein mutmaßlicher Angreifer. Elf Menschen sind laut Polizei zudem nach jetzigem Stand verletzt. Noch ist vieles unklar, die Gefahr ist laut Polizei noch nicht gebannt. Ein Überblick Am Samstagabend (Ortszeit) hat es am Bondi Beach, dem bekannten Strand der australischen Großstadt Sydney, einen Schusswaffenangriff gegeben. Die Rettungsdienste wurden nach Polizeiangaben gegen 18:45 Uhr Ortszeit zur Campbell Parade gerufen, als dort mutmaßliche Schüsse zu hören waren. Die Polizei bestätigte eine Schießerei durch zwei Männer an dem beliebten Ort. Zehn Menschen wurden laut Polizei als tot bestätigt, darunter ein mutmaßlicher Schütze. Der zweite mutmaßliche Schütze befindet sich demnach in kritischem Zustand. Beide wurden festgenommen. Zudem wurden demnach weitere elf Menschen als verletzt gemeldet, darunter zwei Polizeibeamte. Der Tatort wurde durch die Polizei weitläufig abgesperrt, die Ermittlungen laufen. Nach Polizeiangaben gibt es keine Berichte über weitere Vorfälle in Sydney, die mit diesem in Verbindung stehen. Eine Reihe verdächtiger Gegenstände werde derzeit von Spezialisten untersucht, und es sei eine Sperrzone eingerichtet worden. Die Polizei bittet um Hinweise. Der Angriff galt einer Veranstaltung zum jüdischen Chanukkafest am Bondi Beach. An diesem Sonntag beginnt das achttägige Lichterfest. Die jüdische Organisation Australian Jewish Association bestätigte den Angriff auf X. Die Organisation teilte Videos von zwei Angreifern mit Schusswaffen und zahlreichen Verwundeten, die allerdings noch nicht verifiziert sind.  "Dieser Angriff zielte darauf ab, die jüdische Gemeinde Sydneys am ersten Tag von Chanukka anzugreifen", sagte der Regierungschef des australischen Bundesstaats New South Wales, Chris Minns, auf einer Pressekonferenz. Der Polizeichef von New South Wales, Mal Lanyon, bezeichnete die Attacke als "terroristischen Vorfall". Ein Bekennerschreiben oder Ähnliches gibt es bisher nicht. Die Polizei machte zunächst keine weiteren Angaben zu den Hintergründen der Tat. Auch zur Identität der Personen in Gewahrsam sagte sie nichts. Sie gab ebenfalls noch nicht offiziell Entwarnung. Bisher ist über die Angreifer nichts bekannt. Die Polizei geht davon aus, zwei mutmaßliche Schützen festgenommen zu haben. Einer ist tot, einer wird in kritischem Zustand behandelt. Nach Angaben von Rettungskräften wurden mindestens 18 Menschen in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei sprach von elf Verletzten, zusätzlich zu den zehn Toten. Sie werden in Krankenhäusern in der Umgebung behandelt. Die Polizei warnte die Bevölkerung dringend davor, sich in der Nähe des Bondi Beach aufzuhalten und schrieb von einem laufenden Polizeieinsatz. Der australische Premierminister Anthony Albanese teilte mit, er sei in Gedanken bei den Opfern. "Die Szenen in Bondi sind schockierend und beunruhigend", sagte er. Der Anschlag habe sich gegen die jüdische Gemeinde gerichtet, sagte der Regierungschef der Region New South Wales, Chris Minns. Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog sprach von einem Anschlag auf die jüdische Gemeinde. "Wir wiederholen unsere Warnungen immer wieder gegenüber der australischen Regierung, um Maßnahmen einzufordern und gegen die enorme Welle des Antisemitismus zu kämpfen, die die australische Gesellschaft heimsucht", sagte Herzog. Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland reagierte bestürzt: Die Berichte hätten viele Menschen erschüttert, auch wenn die Hintergründe noch unklar seien, schrieb der Zentralrat auf der Plattform X. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.