Datum14.12.2025 05:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der Zwangsräumungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist im Jahr 2024 um zwölf Prozent angestiegen und erreicht über 10.000 Fälle, was fast ein Drittel der bundesweiten Zwangsräumungen ausmacht. Im Vergleich zu anderen Bundesländern, in denen die Zahlen rückläufig sind, ist dies der stärkste Anstieg. Die Linke fordert ein Verbot von Zwangsräumungen und möchte, dass Menschen über 70 Jahren nicht mehr gekündigt werden können. Statistisch kommt es in NRW zu fast 28 täglichen Zwangsräumungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Soziales“. Lesen Sie jetzt „Zwangsräumungen: Stärkster Anstieg in NRW“. Die Zahl der Zwangsräumungen ist in Nordrhein-Westfalen so stark gestiegen wie in keinem anderen Bundesland. Das hat das Bundesjustizministerium auf eine Anfrage der Linken mitgeteilt. Während die Zwangsräumungen in Brandenburg, Bremen und Thüringen sogar rückläufig waren, betrug der Anstieg in NRW zwölf Prozent. Bundesweit waren es sieben Prozent. Waren im Jahr 2023 noch knapp 9.000 Wohnungen in NRW zwangsgeräumt worden, stieg die Zahl ein Jahr darauf auf über 10.000 Wohnungen an. Das entsprach fast einem Drittel der Zwangsräumungen bundesweit. Statistisch gesehen kam es in NRW zu fast 28 Zwangsräumungen täglich. In Relation zur Einwohnerzahl war die Zahl der Zwangsräumungen nur in den Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin sowie in Sachsen und Sachsen-Anhalt höher als in NRW. Die niedrigste Quote wies Baden-Württemberg auf. Die Partei Die Linke will Zwangsräumungen in die Wohnungslosigkeit verbieten. Zudem sollten Menschen über 70 Jahren nicht mehr aus ihrer Wohnung gekündigt werden dürfen, forderte die wohnungspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Caren Lay. © dpa-infocom, dpa:251214-930-420594/1