CSU-Parteitag: CSU fordert Abspielen der Nationalhymne bei Zeugnisverleihungen

Datum13.12.2025 15:19

Quellewww.zeit.de

TLDRDie CSU fordert, dass die Nationalhymne sowie die Europahymne bei Schulzeugnis- und Berufsabschlussverleihungen verpflichtend gespielt werden. Diese Initiative, die auf dem CSU-Parteitag in München einstimmig beschlossen wurde, soll den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein Gefühl der Zugehörigkeit bei Kindern und Jugendlichen fördern. Außerdem wird ein positiver Einfluss auf die Integration von Migranten und die Förderung von Patriotismus angestrebt. Die Bayernhymne soll zusätzlich bei diesen Anlässen erklingen.

InhaltDie CSU sieht in der Nationalhymne ein Symbol für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deshalb solle sie bei bestimmten Anlässen verpflichtend gespielt werden. Die CSU fordert für gesellschaftliche Anlässe wie die Verleihung von Schulzeugnissen oder Berufsabschlüssen die Pflicht, sowohl die Nationalhymne als auch die Europahymne zu spielen. In Bayern solle bei diesen Gelegenheiten überdies die Bayernhymne erklingen. Die Delegierten auf dem CSU-Parteitag in München nahmen eine entsprechende Forderung der Jungen Union einstimmig an. Derzeit entstehe der Eindruck, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft zunehmend fehle, hieß es im Antragsbeschluss. Mit der Nationalhymne als "Symbol für demokratische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt" soll offenbar dagegen gesteuert werden. Die Hymne repräsentiere "die Nation, ihre Geschichte, ihre Werte und ihren Stolz". Die Antragsteller wollen mit der Pflicht verschiedenes erreichen: Zum einen soll das gesellschaftliche Zusammengehörigkeitsgefühl von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden. Auch erhoffen sie sich durch den Schritt eine Reduzierung von Gewalttaten. Außerdem könne der durch das Spielen der Hymnen verkörperte Patriotismus und das Empfinden von Stolz auf die eigene Nation und auf Europa dazu führen, sich für einen Wehrdienst bei der Bundeswehr zu entscheiden, hieß es im Antrag. Einen weiteren gesellschaftlichen Effekt erwartet die Junge Union für die Integration. Es sei "nicht ausgeschlossen, dass das Spielen der Hymnen" einen positiven Beitrag dazu leisten könne. Für junge Migrantinnen und Migranten stelle die Pflicht eine geeignete Möglichkeit dar, um die Integration kostengünstig und ohne größeren Aufwand weiter zu fördern, begründete die Junge Union ihren Vorstoß.