Neue Krabbenart: Krabbenart nach Daniel Günther benannt

Datum17.10.2025 10:59

Quellewww.zeit.de

TLDREine neu entdeckte Höhlenkrabbe wurde nach Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther benannt. Die Krabbe, "Erebusa danielguentheri", wurde in Laos entdeckt und soll auf die Bedeutung von Naturkundemuseen und Biodiversitätsforschung hinweisen. Günther erhielt im Zoologischen Museum Kiel eine Urkunde und betonte den Stolz über die Verbindung zur bedeutenden Sammlung, die über 250 Jahre alt ist. Die Benennung sorgte für Spott im Landtag, wobei FDP-Fraktionschef Vogt humorvoll die spezifischen Hintergründe anmerkte.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Neue Krabbenart“. Lesen Sie jetzt „Krabbenart nach Daniel Günther benannt“. Eine neu entdeckte Höhlenkrabbe trägt nun den Namen von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Am Donnerstag erhielt der CDU-Politiker im Zoologischen Museum in Kiel eine entsprechende Urkunde. "Mit der Benennung wollen wir auf die Bedeutung von Naturkundemuseen und Biodiversitätsforschung aufmerksam machen", hatte Museumsleiter Prof. Dirk Brandis im Vorfeld betont. Zuvor hatten die Kieler Nachrichten berichtet. Nach Angaben der Kieler Christian-Albrechts-Universität hatten Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturkundemuseums Frankfurt die zuvor unbekannte Höhlenkrabbe "Erebusa danielguentheri" in Kalksteinhöhlen der Provinz Khammuan in Laos entdeckt und nach Kiel geschickt. Das Zoologische Museum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist 250 Jahre alt geworden. "In seinen 250 Jahren hat sich das Zoologische Museum Kiel weltweit einen herausragenden Namen in der Erforschung der Meeresbiologie erworben", wurde Günther in einer Mitteilung zitiert. "Für mich als Ministerpräsident Schleswig-Holsteins ist es eine sehr besondere Ehre, dass die bisher unbeschriebene Krabbenart meinen Namen tragen wird." Er sei stolz darauf, dass die Krabbe Teil einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Naturkundesammlungen sein werde. Günther brachte die Geschichte im Landtag bereits Spott ein. In der Debatte um eine Regierungserklärung erklärte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt am Mittwoch, ihm sei der Hintergrund dieser Benennung noch nicht ganz klar. Aber Gerüchten zufolge komme diese Krabbe bei guten Nachrichten sehr gerne raus und verschwinde dagegen bei schlechten Nachrichten in ihrer Höhle. Nach Uni-Angaben gründete der Insektenforscher Johann Christian Fabricius das Zoologische Museum 1775. Das Haus habe sich zu einem Zentrum der Zoologie, Meeresforschung und Ökologie entwickelt. Begriffe wie Plankton oder Biozönose stammten aus Kiel. Die Sammlung umfasst mehr als sechs Millionen Objekte aus vier Jahrhunderten. © dpa-infocom, dpa:251017-930-173362/1