Datum13.12.2025 04:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der für Tierversuche eingesetzten Tiere in Sachsen-Anhalt ist von 2023 auf 2024 um über 25 Prozent zurückgegangen, während der bundesweite Rückgang bei 9 Prozent liegt. Im Jahr 2023 wurden in Sachsen-Anhalt 11.121 Tiere eingesetzt, was einem Rückgang von über 62 Prozent seit 2020 entspricht. Hauptsächlich werden Mäuse (85% der Versuche) und Schweine verwendet. Tierversuchsfreie Methoden, wie Organchips und KI-gestützte Software, gewinnen in der Forschung zunehmend an Bedeutung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Forschung“. Lesen Sie jetzt „Immer weniger Tiere werden für Tierversuche eingesetzt“. Die Zahl der Tiere, die bei Tierversuchen eingesetzt werden, ist in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Allein von 2023 auf 2024 sank die Zahl der Tiere um mehr als 25 Prozent, wie aus Daten des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren hervorgeht. Deutschlandweit ging die Zahl im gleichen Zeitraum um neun Prozent zurück. Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen-Anhalt 11.121 Tiere eingesetzt. Im Vergleich zum Jahr 2020 ging die Zahl der Versuchstiere sogar noch deutlicher zurück. Damals wurden nach Angaben des Zentrums mehr als 29.500 Tiere eingesetzt - ein Rückgang um mehr als 62 Prozent in den vier Jahren. Bundesweit lag die Zahl der Tiere 2024 bei rund 1,33 Millionen. Vor allem in der medizinischen Forschung werden Tiere immer noch häufig eingesetzt. Die meisten werden für die Grundlagenforschung und angewandte Forschung genutzt, andere für Qualitätskontrolle und Giftigkeitsprüfungen. Das geht aus dem "Kompass Tierversuche" hervor. Am häufigsten wurden im vergangenen Jahr den Daten zufolge Mäuse für Tierversuche eingesetzt. Sie machten mit 9.425 fast 85 Prozent der genutzten Tiere aus. An zweiter Stelle kamen Schweine (863). Tierversuchsfreie Methoden haben in Deutschland in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dazu zählen Organchips, Zellkulturen und computergestützte Modelle. Auch KI-gestützte Software wird immer häufiger in der Forschung eingesetzt. © dpa-infocom, dpa:251213-930-417935/1