Diego Maradona: Straßenhänder in Neapel verhüllen Wandbild aus Protest gegen Polizei

Datum17.10.2025 10:42

Quellewww.spiegel.de

TLDRStraßenhändler in Neapel haben das Wandbild von Diego Maradona mit einem weißen Tuch verhüllt, um gegen übermäßige Polizeikontrollen zu protestieren. Die Polizei führt Razzien gegen illegalen Souvenirstandbetrieb durch, was Unmut bei den Händlern auslöst. Diese fordern eine Legalisierung ihrer Geschäfte und lassen sich dabei von einem Anwalt unterstützen. Die Stadtverwaltung hat zugesichert, an einer Lösung zu arbeiten und ist bereit für Gespräche über die Legalisierung.

InhaltDer Largo Maradona ist für Fans und Nostalgiker ein Pilgerort, täglich besuchen zahlreiche Touristen das Wandbild von Diego Maradona. Jetzt wird es zum Gegenstand eines Streits über Souvenirstände. Die weltbekannte Wandmalerei der argentinischen Fußballlegende Diego Maradona in Neapel ist von Straßenhändlern mit einem weißen Tuch verdeckt worden, um gegen übermäßige Polizeikontrollen zu protestieren. Das Werk im Spanischen Viertel der Stadt, in der Maradona 1987 und 1990 mit der SSC Neapel italienischer Meister wurde, zieht täglich zahlreiche Touristen an. Rund um die Wandmalerei werden Souvenirs und allerlei weitere Produkte mit Napoli- oder Maradonabezug verkauft, mitunter ohne legale Lizenz. Dagegen geht die Polizei mit Razzien und Beschlagnahmungen vor, was den Händlern missfällt. Zum Protest gehörte neben der Verhüllung von Maradonas Gesicht auch, dass eine kleine Kapelle mit Memoralien des 2020 verstorbenen Ex-Fußballers mit einer blauen Plane bedeckt wurde. Die Händler fordern eine Legalisierung ihrer Geschäfte und lassen sich in ihrem Anliegen von einem Anwalt vertreten. Durch die Blockade der Sehenswürdigkeiten wollen die Händler öffentlichen Druck erzeugen. Die Behörden arbeiten nach eigener Aussage bereits an einer Lösung. Der Polizeieinsatz wurde mit einer Maßnahme gegen den Verkauf gefälschter Waren und Stromdiebstahl begründet, man sei aber bereit für Gespräche bezüglich einer Legalisierung, teilte die Stadtverwaltung mit.