Datum12.12.2025 13:07
Quellewww.zeit.de
TLDRNRW testet einen Ionenscanner zur Erkennung von Designerdrogen in Gefängnissen, die als farb- und geruchsneutrale Stoffe auf Papier aufgetragen werden. Justizminister Benjamin Limbach äußerte sich besorgt über die Gefahren dieser neuen psychoaktiven Stoffe (NPS), die bei Insassen und Mitarbeitern gesundheitliche Risiken bergen. Der Anstieg der Rauschgiftkriminalität in NRW wird vor allem durch solche Drogen, die über infiziertes Papier ins Gefängnis gelangen, verursacht. Dies führt zu vermehrten Vergiftungen unter Gefangenen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rauschgift“. Lesen Sie jetzt „NRW testet Ionenscanner gegen unsichtbare Knastdrogen“. Wegen zunehmender Probleme mit Designerdrogen in den NRW-Gefängnissen testet die Justiz nun einen Ionenscanner, um die Drogen aufzuspüren. NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) machte sich im Gefängnis in Rheinbach ein Bild von der Lage. Die Designerdrogen, auch neue psychoaktive Stoffe (NPS) genannt, können als farb- und geruchsneutrale Flüssigkeiten auf Papier oder Textilien aufgetragen werden. Dadurch sind sie bei üblichen Post- oder Haftraumkontrollen kaum zu erkennen. "NPS sind gefährlich, schwer nachweisbar und gefährden sowohl die Inhaftierten als auch die Bediensteten", so Justizminister Limbach. Straftaten mit den neuen Designerdrogen machen in NRW den größten Anstieg bei der Rauschgiftkriminalität aus. In den Gefängnissen des Landes werde das sogenannte Knastpapier zunehmend zum Problem, hatte das Lagebild zur Rauschgiftkriminalität gewarnt. Damit ist mit den Drogen getränktes Papier gemeint, das als Post in die Haftanstalten gelangt und dort geraucht oder geschluckt wird. Die in den Knastpapieren nachgewiesenen neuen psychoaktiven Stoffe seien sehr wirksam. Dies zeige sich in einer hohen Zahl von Vergiftungen in den Gefängnissen. Die JVA Rheinbach wurde 1914 in Betrieb genommen und verfügt über 610 Haftplätze für erwachsene männliche Gefangene. In der Anstalt gibt es spezialisierte Behandlungsabteilungen für gewalttätige und drogenabhängige Insassen. © dpa-infocom, dpa:251212-930-415097/1