Kriminalität: Anschlag auf Auto eines italienischen Journalisten

Datum17.10.2025 09:23

Quellewww.zeit.de

TLDREin Sprengstoffanschlag auf das Auto des italienischen Journalisten Sigfrido Ranucci fand vor seinem Haus in einem Vorort von Rom statt. Der Wagen brannte aus, es wurde jedoch niemand verletzt. Ranucci, Moderator des Investigativmagazins "Report", steht möglicherweise im Visier der Mafia. Der Vorfall wurde von der Politik verurteilt, Ministerpräsidentin Giorgia Meloni betonte die Notwendigkeit, Pressefreiheit zu schützen. Ranucci ist seitdem unter Polizeischutz, nachdem er zuvor Drohungen in Form von Pistolenkugeln erhielt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Anschlag auf Auto eines italienischen Journalisten“. Auf das Auto eines bekannten italienischen TV-Journalisten ist ein Sprengstoffanschlag verübt worden. Der Wagen des Investigativ-Reporters Sigfrido Ranucci, der im öffentlich-rechtlichen Sender Rai das Magazin "Report" moderiert, brannte dabei völlig aus. Der 64-Jährige hatte sein Auto vor seinem Haus in einem Vorort von Rom abgestellt. Verletzt wurde niemand. Ein Selbstbezichtigungsschreiben oder ähnliche Hinweise auf die Täter gibt es bislang nicht. Die Hintergründe sind unklar. Als eine der möglichen Hypothesen gilt jedoch, dass die Mafia hinter dem Anschlag stecken könnte. Der Angriff auf den Journalisten wurde auch von der Politik verurteilt. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach von einem Versuch, die Presse einschüchtern zu wollen. "Die Freiheit und Unabhängigkeit der Information sind unverzichtbare Werte unserer Demokratien, die wir weiterhin verteidigen werden." Der Anschlag ereignete sich am Mittwochabend gegen 22.00 Uhr vor dem Haus des Journalisten. Ranucci wohnt im römischen Vorort Campo Ascolano direkt an der Mittelmeerküste. Auch das Auto seiner Tochter, das daneben geparkt war, wurde zerstört. Anwohner berichteten von zwei aufeinanderfolgenden, enorm lauten Explosionen. Ranucci hielt sich währenddessen in seinem Haus auf. Er steht jetzt unter Polizeischutz. Der Journalist selbst sagte: "Ich kann mir noch keinen Reim darauf machen, was passiert ist. Ich habe lediglich einige Dinge zusammengetragen, die in den letzten Monaten passiert sind." Im vergangenen Jahr habe er vor seinem Haus auch schon zwei Pistolenkugeln gefunden, die dort offensichtlich jemand als Drohung deponiert hatte. Ranucci moderiert im italienischen Fernsehen seit 2017 das wöchentliche Investigativmagazin "Report". Die Sendung wurde mehrfach ausgezeichnet. © dpa-infocom, dpa:251017-930-173034/1