Verbraucherpreise im November: Inflation hält sich hartnäckig über Zwei-Prozent-Marke

Datum12.12.2025 08:30

Quellewww.zeit.de

TLDRIm November 2023 lag die Inflation in Deutschland bei 2,3 Prozent, weiterhin über der Zwei-Prozent-Marke. Hauptursachen sind steigende Preise für Dienstleistungen und einige Lebensmittel. Pauschalreisen und Bahntickets verzeichneten erhebliche Preiserhöhungen, während Lebensmittelpreise insgesamt langsamer stiegen. Energiepreise blieben stabil, was den Druck auf die Konsumenten verstärkt. Die Kerninflation fiel leicht auf 2,7 Prozent, bleibt jedoch hoch. Trotz eines Rückgangs der Verbraucherpreise um 0,2 Prozent von Oktober auf November bleibt die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verbraucherpreise im November“. Lesen Sie jetzt „Inflation hält sich hartnäckig über Zwei-Prozent-Marke“. Überdurchschnittliche Preissteigerungen bei Dienstleistungen und teilweise teure Lebensmittel halten die Inflation in Deutschland unverändert über der Zwei-Prozent-Marke. Im November lagen die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats - wie schon im Oktober. Das Statistische Bundesamt bestätigte vorläufige Zahlen.  Damit lag die Inflation den vierten Monat in Folge über der wichtigen Marke von zwei Prozent - und wird dort nach Einschätzung von Volkswirten vorerst auch verharren. Höhere Inflationsraten schmälern die Kaufkraft: Verbraucher können sich für einen Euro weniger leisten. Für den Euroraum strebt die Europäische Zentralbank ein stabiles Preisniveau bei mittelfristig 2,0 Prozent Inflation an.  Treiber der Inflation in Europas größter Volkswirtschaft Deutschland sind seit Monaten deutlich steigende Preise für Dienstleistungen. Hier schlagen Personalknappheit und Lohnsteigerungen durch. Im November lagen die Dienstleistungspreise hierzulande wie im Oktober um 3,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren Pauschalreisen im Inland (plus 12 Prozent) und Bahntickets (plus 11,9 Prozent). Immerhin hat sich der Preisauftrieb bei Lebensmitteln weiter auf 1,2 Prozent verlangsamt. Allerdings sind viele Nahrungsmittel deutlich teurer als vor der Corona-Pandemie. Bei Obstkonserven stellten die Wiesbadener Statistiker im November einen Preissprung von 27,5 Prozent fest, Kaffee verteuerte sich binnen Jahresfrist um 21,1 Prozent, Schokolade wurde 19,4 Prozent teurer, für Rind- und Kalbfleisch mussten Konsumenten 13,8 Prozent mehr zahlen. Es gab aber auch etwas Entlastung: Die Butterpreise etwa sanken um 22 Prozent. Kaum noch Entlastung für Verbraucher gibt es bei den Energiepreisen: Kraftstoffe, Strom und Gas waren den Berechnungen des Bundesamtes zufolge im November insgesamt gerade einmal 0,1 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Die von Ökonomen besonders beachtete Kerninflation ohne die schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie verringerte sich im November zwar von 2,8 Prozent auf 2,7 Prozent. Sie bleibt aber erhöht. Dies zeigt, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen weiterhin überdurchschnittlich hoch ist. Insgesamt sanken die Verbraucherpreise in Deutschland von Oktober auf November des laufenden Jahres um 0,2 Prozent. © dpa-infocom, dpa:251212-930-413739/1