App-Store : Apple erzielt Teilerfolg im Streit mit Epic Games

Datum11.12.2025 23:47

Quellewww.zeit.de

TLDRApple hat im Rechtsstreit mit Epic Games einen Teilerfolg erzielt. Ein US-Berufungsgericht hob Teile einer früheren Entscheidung auf, die Apple verbot, Provisionen für Käufe außerhalb seines App-Stores zu verlangen. Der Konflikt, der seit 2020 anhängig ist, dreht sich um die hohen Provisionen von bis zu 30 Prozent, die Apple für App-Käufe erhebt. Epic Games kämpft für mehr Kontrolle über den App-Store, während Apple auf eine neue Gebührenstruktur reagierte, die jedoch als Missachtung einer Gerichtsanordnung gewertet wurde.

InhaltApple und Epic Games streiten seit 2020 vor Gericht um Provisionszahlungen. Ein Berufungsgericht stärkt nun die Position des iPhone-Herstellers. Apple hat im langjährigen Rechtsstreit mit dem Spielehersteller Epic Games einen Teilerfolg erzielt. Ein US-Berufungsgericht in San Francisco kippte Teile einer früheren Gerichtsentscheidung. Diese hatte es dem iPhone-Hersteller untersagt, Provisionen für Käufe zu verlangen, die außerhalb seines App-Stores getätigt werden. Diese Anordnung sei zu weitreichend und müsse von der Vorinstanz geändert werden, urteilte das Gremium aus drei Richtern. Apple und Epic reagierten bisher nicht auf Bitten um eine Stellungnahme. Epic Games, das unter anderem das Spiel Fortnite entwickelt hat, hatte Apple 2020 verklagt, um die Kontrolle des Konzerns über seinen App-Store zu lockern. Ein Gericht hatte Apple daraufhin 2021 dazu verpflichtet, Entwicklern zu erlauben, in ihren Apps auf alternative Bezahlmethoden zu verlinken.  Hintergrund des Streits ist die Provision von bis zu 30 Prozent, die Apple für Käufe und Abonnements verlangt, die über den App-Store abgewickelt werden. Diese Gebühr ist eine wichtige Einnahmequelle für den Konzern, wird von vielen Entwicklern jedoch als zu hoch kritisiert.  Apple führte in Reaktionn auf das Urteil von 2021 eine neue Gebühr von bis zu 27 Prozent für Käufe ein, die über solche externen Links zustande kommen. Eine Richterin wertete dies im April dieses Jahres als Missachtung der ursprünglichen Anordnung und verschärfte die Auflagen.