Datum11.12.2025 16:49
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Hanau wurde eine im Zweiten Weltkrieg gefundene Bombe kontrolliert gesprengt, wobei Experten fälschlicherweise von einer Brandbombe ausgingen. Tatsächlich handelte es sich um eine Sprengbombe. Trotz der fehlerhaften Einschätzung wurden die richtigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Bei der Sprengung wurden mehrere Häuser beschädigt, verletzt wurde jedoch niemand. Rund 4.500 Anwohner mussten ihre Wohnungen im Umkreis von 1.000 Metern evakuieren. Eine erste Schadensbewertung läuft, betroffen sind möglicherweise bis zu 60 Haushalte.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bombenentschärfung“. Lesen Sie jetzt „Experten schätzten Art der Bombe vor Sprengung falsch ein“. Die Art der Bombe, die in Hanau kontrolliert gesprengt wurde, ist nach Angaben des Regierungspräsidiums von den beteiligten Experten falsch eingeschätzt worden. "Wir sind von einer Brandbombe ausgegangen, es war letztendlich eine Sprengbombe", sagte der Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt, Matthias Schaider. Die Bombe sei statt mit Phosphor mit Sprengstoff gefüllt gewesen. Man gehe jedoch davon aus, dass die Auswirkungen der Sprengung in jedem Fall gleich gewesen wären. "Entsprechend waren die Vorsichtsmaßnahmen genau die Richtigen." Transportfähig sei die Bombe nicht gewesen, da der Zünder stark beschädigt gewesen sei. Bei der Bombenentschärfung sind mehrere Häuser beschädigt worden, verletzt wurde nach Angaben der Stadt niemand. Bis zu 60 Anwohner könnten von den Sachschäden betroffen sein. Eine erste Einschätzung laufe derzeit. Für die Sprengung der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Hanauer Stadtteil Großauheim hatten etwa 4.500 Menschen in einem Radius von 1.000 Metern rund um die Fundstelle vor der Sprengung ihre Wohnungen verlassen müssen. © dpa-infocom, dpa:251211-930-411896/1