Für Angriffe in Karibik zuständiger US-Admiral tritt überraschend zurück

Datum17.10.2025 07:43

Quellewww.spiegel.de

TLDRMarineadmiral Alvin Holsey hat überraschend seinen Rücktritt von seinem Posten als Leiter des Süd-Kommandos der US-Armee angekündigt, der am 12. Dezember 2025 wirksam wird. Holsey, der seit einem Jahr im Amt war, nannte keine Gründe für seinen Rücktritt. Er war für den umstrittenen militärischen Einsatz in der Karibik zuständig, wo Spannungen zwischen Venezuela und den USA zugenommen haben. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerte Unterstützung für Trumps Auswahl des Militärführungspersonals, während oppositionelle Demokraten politische Einflüsse auf die Streitkräfte befürchten.

InhaltAlvin Holsey ist Marineadmiral. Bei der US-Armee ist er eigentlich gerade schwer beschäftigt. Er ist für den umstrittenen Einsatz in der Karibik zuständig. Doch nun hat der Karrieresoldat überraschend seinen Rücktritt verkündet. "Mit Wirkung zum 12. Dezember… Alvin Holsey ist Marineadmiral. Bei der US-Armee ist er eigentlich gerade schwer beschäftigt. Er ist für den umstrittenen Einsatz in der Karibik zuständig. Doch nun hat der Karrieresoldat überraschend seinen Rücktritt verkündet. "Mit Wirkung zum 12. Dezember 2025 werde ich aus der US-Marine ausscheiden", hieß es in einer Erklärung Holseys, die das Süd-Kommando der US-Armee am Donnerstag im Onlinedienst X veröffentlichte. Das Besondere: Holsey hatte seinen Dienst erst vor einem Jahr angetreten, normalerweise hat man diesen Posten rund drei Jahre inne, wie die "Washington Post" berichtet  . Holsey nannte in seiner Rücktrittserklärung keine Gründe für den Schritt. Es sei "eine Ehre gewesen, mehr als 37 Jahre lang unserem Land und dem amerikanischen Volk zu dienen und die Verfassung zu unterstützen und zu verteidigen", erklärte der Admiral. Holsey war als Leiter des Süd-Kommandos der US-Armee zuständig für Zentral- und Südamerika und damit den umstrittenen Einsatz der US-Armee in der Karibik. Dort hatten sich die Spannungen zwischen Venezuela und den USA in den vergangenen Wochen erheblich verschärft, nachdem US-Präsident Donald Trump Kriegsschiffe in die Karibik entsandt hatte, die nach seinen Angaben den Drogenschmuggel bekämpfen sollen. Dabei griffen die US-Schiffe mehrfach kleine Boote an, die angeblich Drogen transportiert hatten. Insgesamt wurden bei den bisherigen US-Militäreinsätzen gegen angebliche Drogenboote den US-Behörden zufolge mindestens 27 Menschen getötet. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat erklärt, Trump habe das Recht, sich sein militärisches Führungspersonal auszusuchen. Die oppositionellen Demokraten warnen aber vor einer möglichen politischen Vereinnahmung der zu parteipolitischer Neutralität verpflichteten US-Streitkräfte.