Brasilien: Neuer Minifrosch »Brachycephalus lulai« misst weniger als 14 Millimeter

Datum11.12.2025 13:55

Quellewww.spiegel.de

TLDRIn Brasilien wurde eine neue Minifroschart, „Brachycephalus lulai“, entdeckt, die weniger als 14 Millimeter groß ist und zu den kleinsten Landwirbeltieren gehört. Benannt nach dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, lebt der leuchtend orangefarbene Frosch in schwer zugänglichen Gebieten der Serra do Quiriri. Mit nur 42 bekannten Arten, die oft stark gefährdet sind, könnte dieser Fund wichtige Diskussionen über den Schutz der artenreichen Wälder in der Region anregen, die durch Landnutzungsdruck und Klimaveränderungen bedroht sind.

InhaltSie ist weniger als eine Bleistiftspitze groß und gehört zu den kleinsten Landwirbeltieren überhaupt: eine neue Art der Brachycephalus-Frösche. Bei der Namensgebung ehrten die Forscher einen brasilianischen Landsmann. Ein leuchtend oranger Minifrosch erweitert die Liste bekannter Lurcharten: Das weniger als 14 Millimeter messende Fröschlein lebe in Laubstreu vorwiegend in Bergregionen, berichten Wissenschaftler im Fachjournal "PLOS One"  . Die Art wurde nach dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva "Brachycephalus lulai" benannt. Brachycephalus-Frösche sind oft leuchtend bunt und gehören zu den kleinsten Landwirbeltieren überhaupt. Bisher sind 42 Arten bekannt, von denen 35 seit dem Jahr 2000 beschrieben wurden, wie es in "PLOS One" heißt. Viele sind endemisch, also ausschließlich in einer speziellen Region zu finden – die meisten nur auf einem oder wenigen benachbarten Berggipfeln. Da sie nur auf winzige, oft stark fragmentierte Lebensräume beschränkt sind, gelten die Spezies oft als gefährdet oder gar als vom Aussterben bedroht. Der Fundort der nun entdeckten Art im Gebirgszug Serra do Quiriri im südbrasilianischen Bundesstaat Santa Catarina liegt in einem schwer zugänglichen Gebiet nahe der Atlantikküste. Die dort noch bestehenden Wälder sind nach Angaben der Autoren besonders artenreich. Die Wissenschaftler verweisen darauf, dass die verbliebenen Waldflächen in dem Gebirge durch Landnutzungsdruck und Klimaveränderungen zunehmend bedroht sind. Die Neuentdeckung könnte daher eine zentrale Rolle in Diskussionen über Schutzmaßnahmen für die Region spielen.