Prognosen: Die Niedersachsen werden weniger

Datum11.12.2025 12:16

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Landesamt für Statistik prognostiziert, dass die Bevölkerung Niedersachsens bis 2070 um etwa 900.000 auf rund sieben Millionen sinken könnte. Diese Schätzung basiert auf Annahmen zur Geburtenrate, Lebenserwartung und Zuwanderung. Ein Rückgang der Zuwanderung und ein Geburtendefizit tragen zu dieser Entwicklung bei. Zudem wird eine Alterung der Gesellschaft erwartet, mit einem Anstieg der Menschen über 65 Jahren, während die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung sinkt. Die Situation könnte noch variieren, je nach verschiedenen Annahmen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Prognosen“. Lesen Sie jetzt „Die Niedersachsen werden weniger“. Die Bevölkerungszahl in Niedersachsen dürfte in den kommenden Jahren schrumpfen. Das prognostiziert das Landesamt für Statistik unter Verweis auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Demnach könnte die Einwohnerzahl des Bundeslandes bis 2070 wieder auf den Stand von 1970 zurückgehen. Grundlage der Berechnung sind Annahmen zum Zuzug von Menschen und zur Entwicklung der Geburtenrate und der Lebenserwartung.  Bei einer moderaten Entwicklung der Faktoren rechnen die Statistiker mit einem Verlust von rund 900.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bis 2070 - aktuell hat Niedersachsen rund acht Millionen Bürger. "Die angenommene Zuwanderung wird langfristig wohl nicht ausreichen, um das zu erwartende Geburtendefizit auszugleichen", hieß es. Unter einer moderaten Entwicklung verstehen die Statistiker einen leichten Anstieg der Geburtenzahlen, einen merklichen Anstieg der Lebenserwartung sowie mindestens eine Halbierung der Zuzugszahlen von 2024.  Mit unterschiedlichen Annahmen sind aber auch andere Entwicklungen denkbar. Die Szenarien liegen für Niedersachsen dann um bis zu einer Million Menschen über oder unter der moderaten Annahme - jedoch gehen alle Szenarien davon aus, dass die Bevölkerungszahl insgesamt niedriger sein wird als jetzt. Die Zahl der rund 700.000 Einwohner im Bundesland Bremen würde nach der moderaten Annahme um etwa 30.000 bis 2070 sinken. In Bremen ist nach anderen Berechnungen aber auch eine wachsende Bevölkerungszahl denkbar. Mit der Entwicklung einher geht laut dem Statistikamt auch die Alterung der Gesellschaft in Niedersachsen. Standen einem Menschen ab 65 Jahren im vergangenen Jahr noch 2,5 Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 65 gegenüber, so könnten es 2070 nur noch 1,7 sein. © dpa-infocom, dpa:251211-930-409786/1