Datum17.10.2025 06:58
Quellewww.spiegel.de
TLDRDeutsche Arbeitgeber fordern einen schnellen Abbau bürokratischer Hürden im Arbeitsschutz, insbesondere die Abschaffung der Pflicht zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten in größeren Unternehmen. Arbeitsministerin Bärbel Bas strebt eine Reform an, um über 123.000 Beauftragte abzubauen und die Bürokratie zu reduzieren. Kritik kommt von Gewerkschaften und der Unfallversicherung, die den Verlust von Expertise und sinkende Sicherheitsstandards befürchten. Arbeitgeber vertreten hingegen, dass ein gelebter Arbeitsschutz effektiver ist als ein bürokratisches System.
InhaltIn Deutschland müssen größere Unternehmen Sicherheitsbeauftragte bestellen. Den damit verbundenen bürokratischen Aufwand hält Arbeitsministerin Bas für unnötig. Die Arbeitgeber drängen nun auf Tempo bei der Abschaffung. Deutschlands Arbeitgeber fordern Tempo bei geplanten Erleichterungen beim Arbeitsschutz. "Mit der Reform bei den Sicherheitsbeauftragten leistet das Ministerium von Bärbel Bas einen spürbaren Beitrag zum Bürokratierückbau", sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter. Das von der SPD-Politikerin geführte Arbeitsministerium will Betriebe von Bürokratie beim Arbeitsschutz entlasten und mehr als 123.000 spezielle Beauftragte in Unternehmen abschaffen. Nach Bekanntwerden des Konzepts ihres Hauses brachten der Deutsche Gewerkschaftsbund und die gesetzliche Unfallversicherung große Bedenken vor. Die Befürchtung: Expertise beim Arbeitsschutz gehe verloren, das Niveau drohe zu sinken. Kampeter betonte hingegen: "Die Sicherheit bleibt gewährleistet – entscheidend ist gelebter Arbeitsschutz mit Gefährdungsbeurteilung als zentralem Instrument." Das bringe viel mehr als ein bürokratisches Beauftragtenwesen. Nun müsse der Prozess für einen modernen Arbeitsschutz rasch fortgesetzt werden.