Konjunkturprognose: IWH rechnet mit leichter Wirtschaftsbelebung

Datum11.12.2025 11:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDas IWH prognostiziert für 2024 eine leichte Belebung der deutschen Wirtschaft mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1%. Dies wird durch finanzpolitische Impulse und steigende Realeinkommen unterstützt. Im laufenden Jahr wird ein Wachstum von 0,2% erwartet, nach einem Rückgang von 0,5% im Vorjahr. Der Vize-Präsident des IWH betont die Bedeutung öffentlicher Ausgaben und eine robuste internationale Konjunktur. Risiken sieht das Institut in der Finanzierung von Künstlicher Intelligenz. Ostdeutschland wird ein moderateres Wachstum von 0,8% vorhergesagt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Konjunkturprognose“. Lesen Sie jetzt „IWH rechnet mit leichter Wirtschaftsbelebung“. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet für das kommende Jahr mit einer leichten Belebung der Konjunktur in Deutschland. Zwar sei zum Jahresende weiterhin unklar, ob sich die deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs befinde, teilte das IWH mit. Aufgrund finanzpolitischer Impulse und gestiegener Realeinkommen sei aber eine leichte Belebung zu erwarten.  Das IWH geht in seiner Konjunkturprognose von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von einem Prozent aus. Das Münchner Ifo-Institut ist pessimistischer; es senkte seine Prognose für 2026 um einen halben Prozentpunkt auf 0,8 Prozent. Für das laufende Jahr gibt das IWH ein Wachstum von 0,2 Prozent an, nachdem die Wirtschaft im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent geschrumpft war.  "Was die deutsche Konjunktur aber vor allem beleben dürfte, sind die zusätzlichen öffentlichen Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung", sagte der Vize-Präsident des IWH, Oliver Holtemöller. Daneben stütze sich die konjunkturelle Erholung auch auf wieder etwas steigende Exporte. Die internationale Konjunktur scheine am Ende des Jahres 2025 weiter robust. Angesichts der amerikanischen Zollpolitik sei insbesondere die Stärke des Welthandels bemerkenswert.  Eine Gefahr sehen die Forscher beim Boom um die wirtschaftliche Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI). Zwar bestehe hier auch eine Chance, aber die Finanzierung der KI-Investitionen erfolge zunehmend über weniger transparente Instrumente, wovon Gefahren für die Stabilität der Finanzmärkte ausgehen könnten.  Für Ostdeutschland rechnet das IWH demografisch bedingt 2026 mit einem etwas niedrigeren Wachstum von 0,8 Prozent. © dpa-infocom, dpa:251211-930-409252/1