Klimastreik: Klimastreik: Aktivsten fordern Wärmewende in Dresden

Datum11.12.2025 10:25

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Dresden demonstrierten Klimaaktivisten für eine Wärmewende, um die Abhängigkeit von fossilem Erdgas zu reduzieren. Sie warnten vor den wirtschaftlichen Folgen der Untätigkeit des Stadtrats angesichts der Klimakrise und forderten einen klaren Fahrplan für den Übergang zu erneuerbaren Energien. Auch soziale Ausgleichsmaßnahmen für einkommensschwache Haushalte wurden verlangt. Die Organisation Extinction Rebellion betonte, dass mutiges Handeln notwendig sei, um die Energiekosten zu senken und die Stadt zukunftsfähig zu machen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Klimastreik“. Lesen Sie jetzt „Klimastreik: Aktivsten fordern Wärmewende in Dresden“. Klimaaktivisten haben in Dresden für eine Wärmewende in der Landeshauptstadt demonstriert. Sie blockierten am Morgen für eine knappe halbe Stunde eine vielbefahrene Kreuzung im Süden der Stadt - allerdings immer nur phasenweise, damit der Verkehr nicht gänzlich zum Erliegen kam. Teilnehmer versuchten, mit Autofahrern ins Gespräch zu kommen, was in einigen Fällen auch gelang.  "Die Klimakrise spitzt sich weltweit zu, und auch in Dresden stehen wir an einem entscheidenden Wendepunkt. Während Extremwetter, steigende Energiepreise immer mehr Menschen belasten, hält der Stadtrat an alten Strukturen fest", erklärte die Organisation Extinction Rebellion. "Ich trauere um den fehlenden Weitblick der Stadtgesellschaft. Wir schaden uns selbst wirtschaftlich, weil Dresden noch immer zu über 90 Prozent von fossilem Erdgas abhängig ist – trotz aller Warnungen, trotz aller Krisen", erklärte Klimaaktivist Christian Bläul.  Wer heute beim Klimaschutz spare, zahle morgen mehrfach – durch steigende Energiepreise, CO₂-Kosten und verpasste wirtschaftliche Chancen. Die Wärmewende hin zu erneuerbaren Energien sei der richtige Weg, diese Kosten zu begrenzen und Dresden von Diktaturen unabhängig zu machen. Extinction Rebellion Dresden pocht auf einen ambitionierten Wärmeplan, der die Wärmewende beschleunigt und die Energiekosten für alle senkt. "Die Zeit des Zögerns ist vorbei – jetzt braucht es Mut und gemeinsames Handeln für eine sichere, bezahlbare, gerechte und klimafreundliche Energiezukunft", hieß es. Auch Arbeitgeber wie Infineon würden nur bleiben, wenn die Stadt den Ausstieg aus fossilen Energieträgern schaffe. Die Aktivisten forderten den Dresdner Stadtrat zum Handeln auf. Er soll unter anderem einen klaren Fahrplan zur Reduzierung fossiler Heizungen festlegen, der den Übergang zu erneuerbaren Wärmequellen, den Ausbau effizienter Wärmenetze und die Optimierung der Energieeffizienz von Bestandsgebäuden regelt.  Ziel sei es, langfristig Heizkosten für Bürger und die Stadt zu senken. Zudem wurden soziale Ausgleichsmaßnahmen für Privathaushalte verlangt. Haushalte mit wenig Einkommen sollen nicht übermäßig belastet werden. Extinction Rebellion (Aufstand gegen das Aussterben) ist eine international agierende Umweltschutzorganisation, die Mittel des zivilen Ungehorsams nutzt, um auf drängende Probleme wie die Klimakrise und das Artensterben hinzuweisen. © dpa-infocom, dpa:251211-930-409037/1