Datum11.12.2025 06:43
Quellewww.zeit.de
TLDRDer honduranische Kongress erkennt das Wahlergebnis der Präsidentschaftswahl vom 30. November nicht an, aufgrund von Vorwürfen über ausländische Einmischung und Druck durch organisierte Kriminalität. Der konservative Kandidat Nasry Asfura liegt mit rund 40.000 Stimmen vorn. Die scheidende Präsidentin Xiomara Castro spricht von Wahlbetrug. Proteste der Regierungspartei Libre fordern eine Annullierung der Wahl. Die Wahlbehörde hat bis zum 30. Dezember Zeit, ein offizielles Ergebnis bekanntzugeben.
InhaltSeit mehr als einem Tag stagniert die Auszählung der Wahl in Honduras – der konservative Kandidat liegt knapp vorn. Der Kongress spricht von ausländischer Einmischung. Der honduranische Kongress will das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 30. November nicht anerkennen. Das hat die Ständige Kommission des Parlaments in Tegucigalpa mitgeteilt. Parlamentspräsident Luis Redondo sagte auf einer Pressekonferenz, das Parlament werde keinen Prozess validieren, der durch Druck der organisierten Kriminalität und ausländischer Einmischung beeinflusst worden sei. Die scheidende Präsidentin Xiomara Castro hatte die Vorgänge bereits am Dienstag als Wahlputsch bezeichnet. Die Wahlbehörde hatte die Auszählung der Stimmen mehr als 24 Stunden lang nicht aktualisiert. Nach dem letzten veröffentlichten Stand führt der konservative Kandidat Nasry Asfura mit rund 40.000 Stimmen knapp vor Salvador Nasralla. Die Behörde hat bis zum 30. Dezember Zeit, ein offizielles Ergebnis bekanntzugeben. In der Hauptstadt Tegucigalpa gingen am Mittwoch Hunderte Anhänger der Regierungspartei Libre auf die Straße. Sie blockierten eine Brücke, forderten eine Annullierung der Wahl und protestierten gegen die Einmischung von US-Präsident Donald Trump, der sich für Asfura ausgesprochen hatte. Castros Ehemann, der frühere Präsident Manuel Zelaya, hatte öffentlich zu den Protesten aufgerufen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.