Unglück in Grimma: Ermittlungen zum Hubschrauberabsturz dauern weiter an

Datum17.10.2025 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDrei Monate nach dem tödlichen Hubschrauberabsturz in Grimma, bei dem eine Besatzung von drei Soldaten ums Leben kam, bleibt die Ursache unklar. Das Luftfahrtamt der Bundeswehr und die Staatsanwaltschaft Leipzig führen Ermittlungen durch. Erste Vermutungen deuten darauf hin, dass der Hubschrauber möglicherweise mit einem Stahlseil kollidierte. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet, jedoch ohne Verdacht auf strafbare Handlungen von Dritten. Die Untersuchung könnte ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen, bevor Ergebnisse veröffentlicht werden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Unglück in Grimma“. Lesen Sie jetzt „Ermittlungen zum Hubschrauberabsturz dauern weiter an“. Knapp drei Monate nach dem tödlichen Absturz eines Hubschraubers in den Fluss Mulde in Grimma ist die Ursache weiter ungeklärt. Im Luftfahrtamt der Bundeswehr untersucht der "General Flugsicherheit" den Unfall. Parallel dazu läuft bei der Staatsanwaltschaft Leipzig ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren. Ergebnisse lägen noch nicht vor, teilten beide Behörden auf Anfrage mit.  Der Hubschrauber war am 29. Juli bei einem Übungsflug der Bundeswehr in die Mulde gestürzt. Die aus einer Soldatin und zwei Soldaten bestehende Hubschrauberbesatzung kam dabei ums Leben. Der Hubschrauber war im Tiefflug unterwegs.  Unmittelbar nach dem Absturz war öffentlich die Vermutung geäußert worden, der Hubschrauber könnte in ein Stahlseil geflogen sein, das am Unglücksort in wenigen Metern Höhe quer über den Fluss gespannt war. Es diente regulär zu Messzwecken. Ein Sprecher der Luftwaffe teilte mit, dass zum möglichen Ablauf des Unfalls vor Abschluss der Untersuchungen keine Angaben gemacht würden.  "Bei den Untersuchungen zum Flugunfall bei Grimma handelt es sich um noch laufende Ermittlungen, die sich ergebnisoffen auf alle in Frage kommenden Ursachen erstrecken. Zu diesem Zeitpunkt können daher noch keine Aussagen zur Ursächlichkeit des Unfallgeschehens getroffen werden", hieß es.  Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat von Amts wegen ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Daraus lässt sich schließen, dass die Ermittler bislang keinen Anfangsverdacht für eine Straftat von Personen sehen, die sich außerhalb des Hubschraubers befunden haben. Denn sonst würde ein Strafverfahren geführt. Behördensprecher Ricardo Schulz teilte lediglich mit, dass das Todesermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei.  Die Luftwaffe wies darauf hin, dass die Suche nach der Ursache eines Flugunfalls eine sehr komplexe Untersuchung sei. Sie könne ein oder zwei Jahre dauern. Wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen, sollen sie bekanntgegeben werden. © dpa-infocom, dpa:251017-930-172461/1