Schmorender Händetrockner legt Zug am Bodensee lahm

Datum10.12.2025 16:58

Quellewww.spiegel.de

TLDREin defekter Händetrockner verursachte am vergangenen Freitag die Evakuierung eines Eurocity-Express mit 220 Fahrgästen bei Lindau am Bodensee. Der Schwelbrand und der daraus resultierende Rauch führten zur Auslösung der Brandmeldeanlage. Die Feuerwehr stellte keine Gefahr mehr fest, jedoch wurde der Zug nicht weiter eingesetzt und die Strecke war für etwa zwei Stunden gesperrt, was zu erheblichen Verspätungen bei mehreren Zügen führte. Die Fahrgäste wurden mit Schienenersatzverkehr zu ihrem Ziel gebracht.

InhaltBei Lindau mussten 220 Fahrgäste aus einem Eurocity-Express evakuiert werden, weil die Brandwarnung ertönte. Nun steht die Ursache fest. Verdächtiger Schmorgeruch, Rauch und eine ausgelöste Brandmeldeanlage führten vergangenen Freitag zur Evakuierung eines Zuges mit rund 220 Fahrgästen im Landkreis Lindau am Bodensee. Nun ist die Ursache für den verdächtigen Geruch geklärt worden: Der Schwelbrand eines defekten Händetrockners in einer Toilette löste den starken Rauch aus, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Eurocity-Express 197 war vergangenen Freitag von Lindau in Richtung München unterwegs, als es zu dem Vorfall kam. Am Bahnhof Hergatz wurde der Zug außerplanmäßig angehalten und evakuiert. Nach Polizeiangaben rückte ein Großaufgebot der Feuerwehr aus fünf Ortschaften an. Die Feuerwehrleute prüften den Geruch, stellten in der Toilette aber keine Wärmeentwicklung mehr fest. Der Zug wurde nach Angaben der Bundespolizei nicht mehr eingesetzt und fuhr zurück zum Bahnhof in Lindau. Die Fahrgäste reisten deshalb mit Schienenersatzverkehr und anderen Zügen weiter. Die Strecke war für knapp zwei Stunden gesperrt. Laut Bundespolizei gab es bei fünf Zügen insgesamt 212 Minuten Verspätung sowie acht Teilausfälle.