Datum10.12.2025 12:34
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Nationalparks Harz und Hainich beteiligen sich an einem einzigartigen Projekt zur Förderung der biologischen Vielfalt durch KI-gestütztes Monitoring. In 13 deutschen Nationalparks werden Wildtierkameras und Audiogeräte eingesetzt, um Bewegungen, Geräusche und Umweltbedingungen zu erfassen. Ziel ist es, Daten effizient auszuwerten und ökologische Zusammenhänge sichtbar zu machen. Mit 120 Fotofallen und 52 Audiogeräten im Hainich wird eine umfassende Datenbasis geschaffen. Das Projekt, gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, läuft von 2025 bis 2027.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Monitoring“. Lesen Sie jetzt „Mit KI den Nationalpark-Bewohnern auf der Spur“. Um biologische Vielfalt besser zu schützen, beteiligen sich die Nationalparks Harz und Hainich bei einem speziellen Großprojekt. Dabei sollen in insgesamt 13 deutschen Nationalparks und zwei Wildnisgebieten Daten aus Wildtierkameras und Aufnahmegeräten mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet werden. Es handle sich um ein bundesweit einzigartiges Vorhaben, mit dem so erstmals ein schutzgebietsübergreifendes KI-gestütztes Monitoringsystem aufgebaut werde, teilten die beiden Nationalparks mit. Die eingesetzten Geräte sollen etwa Bewegungen von Tieren und Geräusche von Vögeln und Fledermäusen, aber auch von Forstmaschinen oder menschlichen Freizeitaktivitäten aufzeichnen. Im Nationalpark Hainich hat ein Forschungsteam den Angaben nach bereits 71 Standorte mit Fotofallen und Messgeräten eingerichtet. "Diese verteilen sich abseits der Wanderwege über die gesamte Fläche des Schutzgebiets", so Nationalparkleiter Rüdiger Biehl. "Wir haben dafür 120 Fotofallen angebracht, und zwar an zufällig ausgewählten Standorten. Zusätzlich wurden 52 Audiogeräte installiert", sagte Stefanie Pfefferli, die beim Nationalpark Harz die Projektarbeit koordiniert. Die Fotofallen und Audiogeräte werden ergänzt durch Messgeräte, die die Bodenfeuchte und Temperatur aufnehmen. Im nächsten Jahr sollen auch Verbissspuren an Bäumen erfasst werden. Damit könne etwa der Bestand von Rotwild genauer erfasst werden, so Pfefferli. Mit künstlicher Intelligenz könnten dann die anfallenden großen Datenmengen schnell und automatisch ausgewertet werden. So könnten Arten etwa direkt identifiziert, menschliche Störungen erfasst und Zusammenhänge zwischen Klima, Biodiversität und Nutzung sichtbar gemacht werden. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz fördert das Projekt. Es läuft von 2025 bis 2027. © dpa-infocom, dpa:251210-930-404453/1