Datum10.12.2025 11:13
Quellewww.zeit.de
TLDRDer ehemalige sächsische Umweltminister Wolfram Günther fordert strengere Gewässerschutzregeln, nachdem im vergangenen Jahr 95 Umweltunfälle stattfanden, bei denen etwa 60 Kubikmeter wassergefährdender Stoffe, vor allem aus der Landwirtschaft, in die Umwelt gelangten. Günther kritisiert die fehlende Sensibilität für Umweltschäden, da keine rechtlichen Konsequenzen folgten. Er plädiert für verbindliche Vorgaben im Umgang mit gefährlichen Stoffen und fordert umfangreiche Kontrollen sowie effektive Sanktionen, insbesondere im Agrarsektor.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gewässerschutz“. Lesen Sie jetzt „Ex-Minister fordert strengere Regeln nach 95 Umweltunfällen“. Der ehemalige sächsische Umweltminister Wolfram Günther sieht gravierende Schwachstellen beim Gewässerschutz. Bei 95 Unfällen seien im vergangenen Jahr rund 60 Kubikmeter wassergefährdende Stoffe in die Umwelt gelangt, erklärte der Abgeordnete der Grünen, der dazu eine Kleine Anfrage im Landtag gestellt hatte. Demnach handelt es sich bei rund 85 Prozent um Stoffe aus der Landwirtschaft wie Jauche, Gülle oder Silagesickersaft. Bei keinem dieser Unfälle sei ein Ordnungswidrigkeiten- oder Strafverfahren eingeleitet worden, betonte Günther. "Offenbar gibt es hier eine fehlende Sensibilität für Umweltschäden." Die Staatsregierung müsse verbindliche Vorgaben für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen schaffen und die Kontrollen deutlich ausbauen. "Es braucht wirksame Sanktionen bei Verstößen und insbesondere im Agrarsektor klare Präventionsstandards." © dpa-infocom, dpa:251210-930-403927/1