Datum10.12.2025 10:31
Quellewww.zeit.de
TLDRErneuerbare Energien decken 2025 in Deutschland 55,8 Prozent des Stromverbrauchs, ein Anstieg gegenüber 55,1 Prozent im Jahr 2024. Windkraft, Solarenergie, Biomasse und Wasserkraft haben einen wesentlichen Beitrag geleistet, wobei der Zuwachs bei Photovoltaik-Werken wetterbedingte Rückgänge ausglich. Der BDEW fordert eine konsequente Fortführung der Energiewende, um bis 2030 80 Prozent erneuerbare Energien zu erreichen. Experten betonen die Notwendigkeit, den Ausbau von Wind, Solar, Biomasse und Wasserstoff voranzutreiben, um die zukünftige Energieversorgung zu sichern.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energiewende“. Lesen Sie jetzt „Erneuerbare decken fast 56 Prozent des Stromverbrauchs“. Erneuerbare Energien haben auch 2025 mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland gedeckt und ihren Anteil weiter gesteigert. Das geht aus Hochrechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Demnach deckten Windkraft, Sonnenlicht, Biomasse und Wasserkraft nach vorläufigen Zahlen 55,8 Prozent des Bruttostromverbrauchs. 2024 hatte der Wert bei 55,1 Prozent gelegen. Witterungsbedingte Rückgänge bei Windenergie und Wasserkraft seien dabei durch neu gebaute Photovoltaik-Anlagen mehr als ausgeglichen worden. 2026 rechnen die Experten bei normalen Witterungsbedingungen wegen neuer Windräder und Solarparks mit einem weiteren Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Der Energiewirtschaftsverband BDEW mahnte eine konsequente Fortführung der Energiewende an. Sie sei die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts, sagte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae. "Die Erneuerbaren stehen im Zentrum unserer zukünftig klimaneutralen Energieversorgung." Es sei wichtig, am 80-Prozent-Ziel und am Ausbautempo der erneuerbaren Energien festzuhalten. In Deutschland soll der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf 80 Prozent gesteigert werden. Der Zubau der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung sei trotz Wirtschaftskrise auch 2025 auf hohem Niveau fortgesetzt worden, betonte ZSW-Chef Frithjof Staiß. Dies unterstreiche die Robustheit des bisherigen Transformationspfads. Wichtig sei ein weiterer Ausbau von Wind an Land, Photovoltaik, Offshore-Wind sowie Batteriespeichern und Biomassekraftwerken. Staiß sprach sich außerdem für den raschen Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft aus. © dpa-infocom, dpa:251210-930-403708/1