Datum10.12.2025 07:21
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Schleswig-Holstein wurden von 2021 bis 2025 lediglich 34 von über 300 gemeldeten Corona-Impfschäden anerkannt, was Heiner Garg, ehemaliger Sozialminister, als Beleg für den Erfolg der Impfungen wertet. Insgesamt sind 128 Impfgeschädigte registriert, die meisten Fälle betreffen jedoch ältere Impfungen wie Pocken und Kinderlähmung. Trotz der niedrigen Anerkennungsrate steigen die Kosten für das Land auf etwa 5,5 Millionen Euro, wobei ein Viertel auf Covid-Fälle entfällt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach der Corona-Pandemie“. Lesen Sie jetzt „Sehr wenig Corona-Impfschäden im Norden“. In Schleswig-Holstein hat es nur wenig anerkannte Schäden durch Impfungen gegen Corona gegeben. Wie die "Kieler Nachrichten" berichten, meldeten laut Sozialministerium im Zeitraum von 2021 bis 2025 zwar mehr als 300 Menschen einen Impfschaden – aber nur in 34 Fällen wurde dieser anerkannt. "Die Zahlen zeigen, dass die Corona-Impfungen ein Erfolg waren und das allen Unkenrufen während der Pandemie zum Trotz", sagte Heiner Garg, der in den frühen Pandemiejahren Sozialminister in Schleswig-Holstein war, der Zeitung. Jeder Impfschaden sei einer zu viel, sagte der FDP-Politiker weiter, "doch diese Fälle müssen ins Verhältnis gesetzt werden zu den rund 2,3 Millionen Menschen, die im Rahmen der Covid-Impfkampagne in Schleswig-Holstein grundimmunisiert worden sind". Schwere Komplikationen seien bei der Impfung höchst selten. Richtig sei aber auch: Jeder Impfschaden bedeute für die betroffene Person einen tiefen Einschnitt. Laut Sozialministerium gibt es derzeit 128 anerkannte Impfgeschädigte im Land, wie die "Kieler Nachrichten" weiter berichten. "Bei den 94 Nicht-Covid-Geschädigten ist der Großteil der Impfschäden auf eine Pockenschutzimpfung, die bis 1975 verpflichtend war, sowie einige wenige Fälle auf Impfungen gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) oder Tuberkulose zurückzuführen", sagte Ministeriumssprecher Patrick Tiede. Trotz der vielen Ablehnungen auf Anerkennung eines Impfschadens steigen die Kosten für das Land deutlich. Bis August 2025 wurden dem Bericht zufolge bereits rund 3,7 Millionen Euro an Impfgeschädigte ausgezahlt. Bis Jahresende erwartet das Land demnach Gesamtausgaben in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Rund ein Viertel dieser Summe entfällt auf Covid-Fälle. © dpa-infocom, dpa:251210-930-403041/1