Datum10.12.2025 04:30
Quellewww.zeit.de
TLDRAm 14. Dezember 2023 findet ein Fahrplanwechsel bei den Bahnreisen in Niedersachsen und Bremen statt. Wichtige Änderungen umfassen neue ICE-Verbindungen, ein erhöhtes Sitzplatzangebot, aber auch Preissteigerungen, darunter das Deutschlandticket von 58 auf 63 Euro. Einige Nahverkehrstickets werden ebenfalls teurer. Der Fernverkehr bleibt vorerst stabil, jedoch wird 2026 eine Totalsperrung zwischen Hamburg und Hannover für Sanierungsarbeiten erwartet. Zusätzlich verzögert sich die neue grenzüberschreitende Verbindung Bremen-Groningen bis Mitte 2026.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zum 14. Dezember“. Lesen Sie jetzt „Fahrplanwechsel steht an – Was sich für Bahnreisende ändert“. Neue ICE-Verbindungen und ein größeres Sitzplatzangebot, aber auch eine Großbaustelle 2026 und Preiserhöhungen im Nahverkehr: Mit dem Fahrplanwechsel bei den Eisenbahngesellschaften an diesem Wochenende (14. Dezember) kommen auf Bahnreisende in Niedersachsen und Bremen viele Änderungen zu. Ein Überblick: Da hat die Deutsche Bahn (DB) einige Verbesserungen angekündigt, von denen Reisende profitieren sollen. Dazu zählen laut Bahn: Ja, das passiert auch. Die Bahn passt ihr Fahrplanangebot an und verweist bei manchen Verbindungen auf eine schwache Nachfrage. Daher kommt es unter anderem zu diesen Änderungen: Wichtige Änderungen gibt es laut Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) etwa im Nordwesten auf den Linien des sogenannten Expresskreuzes und im Raum rund um Hamburg. Dazu zählen: Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Bereits seit längerem steht fest, dass sich der Preis beim Deutschlandticket von bisher 58 Euro auf 63 Euro pro Monat erhöhen wird. Lokal können sich zudem die Preise für Einzel-, Mehrfahrten- und Zeitkarten erhöhen – das entscheiden die Verkehrsverbünde vor Ort. "Tarifanhebungen zum 1.1. eines Jahres sind üblich und werden für den überwiegenden Teil der in unserem Gebiet geltenden Tarife vorgenommen", teilt ein Sprecher der Landesnahverkehrsgesellschaft auf Anfrage mit. "Auch die Unternehmen müssen steigende Personal- und Sachkosten auffangen." Etwas teurer wird unter anderem das Niedersachsen-Ticket, wie die Niedersachsentarif GmbH mitteilte. Das Ticket kostet künftig 29 Euro statt wie bislang 28 Euro. Auch für die Mitfahrer steigt der Preis um einen Euro – die zweite bis fünfte mitfahrende Person auf dem Ticket zahlt nun jeweils 8 statt 7 Euro. Der Preis der Fahrradtageskarte wird um 50 Cent auf 7 Euro angehoben. Im Fernverkehr der Bahn bleiben Fahrgästen in diesem Winter dagegen höhere Preise erspart – erstmals seit Jahren. Die Kosten für Spar- und Flexpreise sowie für Bahncards sollen nicht steigen, hatte die Bahn angekündigt. Das gilt auch für Sitzplatzreservierungen und Stornierungsgebühren. Auf neue Züge müssen Reisende besonders auf den Linien des Expresskreuzes vorerst weiter warten – diese sollten eigentlich schon seit 2024 rollen. In einigen Ersatzzügen stehen deshalb ab dem 14. Dezember teils weniger Sitzplätze zur Verfügung, betroffen sind die Linien RE8 (Hannover- Bremerhaven-Lehe) und RE9 (Osnabrück-Bremerhaven-Lehe). Außerdem müssen sich Reisende mitunter auf fehlendes WLAN und fehlende Klimaanlagen einstellen. Neue Züge sollen ab Sommer eingesetzt werden. Eine weitere Neuerung kündigt die Bahngesellschaft Metronom an: "Wir reaktivieren in 2026 den Ruhewagen", teilt ein Sprecher auf Anfrage mit. Der Neustart der grenzüberschreitenden Bahnverbindung zwischen Bremen und dem niederländischen Groningen verzögert sich um weitere Monate – laut Bahn voraussichtlich bis Mitte 2026. Ursprünglich war die Inbetriebnahme der "Wunderline" zusammen mit der Fertigstellung der neuen Friesenbrücke über die Ems bei Weener bereits zum Fahrplanwechsel 2024 geplant gewesen. Die Eisenbahnbrücke ist inzwischen fertig, an der Strecke wird noch gebaut. Die Bahn hat schon angekündigt, im kommenden Jahr weiter das Schienennetz zu sanieren. 2026 stehen Arbeiten an der wichtigen Strecke zwischen Hamburg und Hannover an – mit einer Totalsperrung für die Bauarbeiten. Vom 1. Mai bis 10. Juli werden laut Bahn daher die etwa halbstündlichen Verbindungen Hamburg–Hannover–Süddeutschland mit etwa 45 Minuten längerer Fahrzeit zwischen Hamburg und Hannover umgeleitet. Bei den stündlichen Fernzügen von Hamburg in Richtung Nordrhein-Westfalen verlängert sich nach Bahn-Angaben die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Bremen um etwa 20 Minuten. Die Fernverkehrsverbindungen zwischen Bremen und Hannover fallen dann komplett aus. In Celle, Uelzen, Lüneburg sowie in Verden und Nienburg halten daher in dieser Zeit keine Fernverkehrszüge. Im Nahverkehr soll es ein Schienenersatzverkehr mit Bussen geben. © dpa-infocom, dpa:251210-930-402708/1