Datum09.12.2025 20:08
Quellewww.zeit.de
TLDRDie US-Einwanderungsbehörde ICE hat zwischen August und September 400 Kinder rechtswidrig länger als 20 Tage inhaftiert, was gegen gesetzliche Vorgaben verstößt. Anwälte berichten von schlechten sanitären Bedingungen in den Einrichtungen. Eine Regelung aus den 1990er Jahren schreibt vor, dass Minderjährige nur kurz festgehalten werden dürfen und in sicheren, sauberen Bedingungen untergebracht werden müssen. Die Regierung Trump plant, diese Vorgaben zu ändern. ICE ist für Festnahmen und Abschiebungen von undokumentierten Migranten zuständig.
InhaltDie Einwanderungsbehörde ICE in den USA hat Hunderte Kinder rechtswidrig festgehalten. Ihre Anwälte berichteten außerdem von schlechten sanitären Bedingungen. Die US-Einwanderungsbehörde ICE hat zwischen August und September Hunderte Minderjährige länger inhaftiert als gesetzlich erlaubt. In einem Zeitraum zwischen August und September dieses Jahres seien rund 400 Kinder im ganzen Land mehr als 20 Tage lang festgehalten worden, räumte die Behörde in einem Rechtsstreit ein. Anwältinnen und Anwälte der Kinder und Jugendlichen berichteten zudem von schlechten sanitären Bedingungen in den Einrichtungen. Eine Regelung aus den 1990er Jahren begrenzt die Zeit, die Minderjährige in Gewahrsam der Bundesbehörden festgehalten werden dürfen, und verpflichtet diese zu einer sicheren und sauberen Unterbringung. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will diese Vorgaben aufheben. ICE ist eine Bundesbehörde des Heimatschutzministeriums und für Festnahmen, Inhaftierungen und Abschiebungen zuständig. In der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump wurde die Behörde stark ausgebaut und führt regelmäßig groß angelegte Razzien gegen undokumentierte Migrantinnen und Migranten durch – oft ohne rechtliche Grundlage. Menschenrechtsorganisationen werfen ihr in diesem Zusammenhang zudem die übermäßige Anwendung von Gewalt vor.