Datum09.12.2025 20:01
Quellewww.zeit.de
TLDRDie UN-Sonderberichterstatterin Ashwini K.P. kritisiert nach ihrem Besuch in Österreich den weit verbreiteten Rassismus im Land. Sie fordert von der Regierung dringende Maßnahmen, trotz bestehender Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsgesetze. Rassismus sei tief verwurzelt und werde durch den Rechtspopulismus in der Politik verstärkt. Die Sonderberichterstatterin bemängelte eine gesellschaftliche Akzeptanz ethnisch-nationalistischer Vorstellungen und die Unterschätzung der Auswirkungen von Rassismus auf Betroffene. Ihren vollständigen Bericht präsentiert sie im Juni 2026 dem UN-Menschenrechtsrat.
InhaltNach einem einwöchigen Besuch in Österreich hat die UN-Sonderberichterstattung den Rassismus in dem Land kritisiert. Die Regierung in Wien müsse dringend handeln. In der österreichischen Gesellschaft gehört Rassismus laut einer UN-Sachverständigen zum Alltag. Ungeachtet der ethnischen Vielfalt in der Bevölkerung sei rassistisches Überlegenheitsdenken tief verwurzelt und weit verbreitet, mahnte die Sonderberichterstatterin für neue Formen von Rassismus, Ashwini K.P., nach einem einwöchigen Besuch in Wien. Trotz einschlägiger Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsgesetze müsse die Regierung "dringend weitere wichtige Maßnahmen" ergreifen. Die Sonderberichterstatterin verwies auf den Rechtspopulismus in Österreich und dessen zunehmende Präsenz in der Bundes- und Landespolitik. Dies könne Rassismus "stark befeuern". Ihren Bericht legt die Expertin im Juni 2026 dem UN-Menschenrechtsrat vor. Ashwini äußerte sich überrascht über eine "Akzeptanz ethnisch-nationalistischer Vorstellungen, laut denen die österreichische Identität grundsätzlich mit weißer Hautfarbe verbunden ist, obwohl rassische und ethnische Vielfalt seit langem in der österreichischen Gesellschaft verankert ist und diese stärkt". Verbreitet sei auch die Haltung, Rassismus und seine Folgen für die Betroffenen nicht anzuerkennen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.