Datum09.12.2025 16:52
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Polizei hat in Wuppertal einen 32-jährigen Geldfälscher festgenommen, der als einer der aktivsten Geldfälscher Deutschlands gilt. Bei der Festnahme wurden 333 gefälschte 50-Euro-Scheine und eine hochmoderne Druckerwerkstatt entdeckt. Der Mann und seine 40-jährige Lebensgefährtin, die ihn unterstützte, wurden auf dem Weg zu ihren „Arbeitsstätten“ aufgegriffen. Ermittlungen in Ingolstadt führten zu den beiden und enthüllten Falschgeld im Wert von etwa 100.000 Euro. Die Druckgeräte und ihre Fahrzeuge wurden beschlagnahmt.
InhaltDie Polizei hat einem gesuchten Geldfälscher das Handwerk gelegt. Bei der Festnahme fanden die Beamten 333 falsche 50-Euro-Scheine im Auto des 32-Jährigen. Und in der Wohnung liefen noch die Drucker. Ermittler haben nach eigenen Angaben den wohl aktivsten Geldfälscher Deutschlands geschnappt. Der 32-Jährige wurde am 20. Oktober im nordrhein-westfälischen Wuppertal festgenommen, wie die Polizei im bayerischen Ingolstadt nun mitteilte . Auch seine 40-jährige Lebensgefährtin, die den Fälscher unterstützt haben soll, wurde demnach festgenommen. Die beiden wurden auf dem Weg in ihre "offiziellen Arbeitsstätten" gestellt, wie die Polizei erklärte. Im Auto des mutmaßlichen Täters fanden die Beamten 333 falsche 50-Euro-Scheine, die teils noch nicht vollständig auf Maß geschnitten waren. In der Wohnung des Mannes entdeckten die Ermittler zudem eine "top ausgestattete" Druckerwerkstatt. Die 13 vorgefundenen Drucker liefen zum Zeitpunkt des Zugriffs teilweise noch und warfen seitenweise Falschgeldbögen aus, erklärten die Ermittler. Die Geräte wurden beschlagnahmt, ebenso Falsifikate im Nennwert von rund Hunderttausend Euro. Zwei Fahrzeuge und weitere Gegenstände wurden zudem als sogenannter Vermögensarrest beschlagnahmt. Auf die Spur gekommen war die Polizei dem Fälscher durch Ermittlungen in Ingolstadt. Dort waren 2024 mehrere gefälschte 50-Euro-Scheine aufgetaucht, woraufhin zunächst mehrere Männer identifiziert wurden, welche die Scheine über den Messengerdienst Telegram bestellt hatten. Weitere Ermittlungen führten schließlich zu dem 32-jährigen Wuppertaler, der als Hersteller und Lieferant fungierte.