Armut und Wohnen: Wohlfahrtsverband: Hohe Armutsbelastung in Sachsen-Anhalt

Datum09.12.2025 14:44

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Sachsen-Anhalt sind 28,0 Prozent der Bevölkerung von Wohnarmut betroffen, die höchste Quote nach Bremen (33,4 Prozent). Im Vergleich liegt der bundesdeutsche Durchschnitt bei 22,3 Prozent. Rund 477.000 Menschen in Sachsen-Anhalt gelten als armuts betroffen, wobei vor allem Kinder und junge Menschen bis 24 Jahre stark betroffen sind. Die Armutsdefinition umfasst Personen mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens, was für Alleinlebende 1.200 Euro monatlich bedeutet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Armut und Wohnen“. Lesen Sie jetzt „Wohlfahrtsverband: Hohe Armutsbelastung in Sachsen-Anhalt“. In Sachsen-Anhalt sind im Bundesvergleich besonders viele Menschen von Wohnarmut betroffen. Die sogenannte Wohnarmutsquote liegt nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes bei 28,0 Prozent. Nur in Bremen ist die Quote mit 33,4 Prozent noch höher. Deutschlandweit liegt die Quote im Schnitt bei 22,3 Prozent. In Thüringen und Sachsen liegt die Wohnarmutsquote unter dem Bundesschnitt.  Bei der Berechnung der Quote werden auch die Wohnkosten in der Armutsmessung berücksichtigt. Auch bei der konventionellen Armutsquote liegt Sachsen-Anhalt nach Angaben des Verbands mit 22,3 Prozent nur knapp hinter Bremen. Demnach sind rund 477.000 Menschen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2024 von Armut betroffen gewesen. Das Statistische Landesamt gibt die Zahl der armutsgefährdeten Menschen mit 318.000 an.  Als armutsgefährdet gelten Menschen, denen weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Einkommens zur Verfügung stehen. Für einen alleinlebenden Menschen lag diese Schwelle 2024 bei 1.200 Euro monatlich. Besonders betroffen sind nach Angaben der Statistikbehörde Kinder und junge Menschen bis 24 Jahre. Ihr Anteil macht gut ein Drittel der armutsgefährdeten Menschen in Sachsen-Anhalt aus. © dpa-infocom, dpa:251209-930-399870/2