Statistisches Bundesamt: Frauen halten 30 Prozent der Professuren an deutschen Hochschulen

Datum09.12.2025 10:58

Quellewww.zeit.de

TLDRLaut dem Statistischen Bundesamt halten Frauen mittlerweile 30 Prozent der Professuren an deutschen Hochschulen, was sich im Vergleich zu 14 Prozent im Jahr 2004 und 22 Prozent im Jahr 2014 verdoppelt hat. Der Frauenanteil variiert je nach Fachgebiet, am höchsten in den Geisteswissenschaften (44 Prozent) und am niedrigsten in den Ingenieurwissenschaften (17 Prozent). Zudem sinkt der Frauenanteil mit zunehmender akademischer Karriereleiter, von 52 Prozent unter Studienanfängern bis zu 36 Prozent bei Habilitationen.

InhaltIn den vergangenen 20 Jahren hat sich der Anteil von Frauen verdoppelt, die Professuren innehaben. Wie hoch der Frauenanteil an Lehrstühlen ist, hängt stark vom Fach ab. Frauen bekleiden fast ein Drittel der Lehrstühle an deutschen Hochschulen. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, waren zum Ende vorigen Jahres rund 30 Prozent der 52.100 hauptberuflichen Professorinnen und Professoren weiblich. Damit habe sich der Anteil der Frauen an Lehrstuhlinhabern innerhalb von 20 Jahren mehr als verdoppelt, teilte die Behörde mit. 2004 hatte der Frauenanteil den Statistikern zufolge noch bei 14 Prozent gelegen, 2014 bei 22 Prozent. Auch gegenüber dem Vorjahreswert (29 Prozent) hat sich der Anteil 2024 leicht erhöht. Der Anteil an Frauen unterscheidet sich jedoch deutlich von Fach zu Fach. So waren in geisteswissenschaftlichen Fächern 44 Prozent der Professoren und Professorinnen weiblich, in den Kunstwissenschaften 39 Prozent. Den niedrigsten Wert wiesen die Ingenieurwissenschaften auf. Dort besetzten Frauen nur 17 Prozent der Professuren. Zudem zeigte die Erhebung: je höher die Stufe der akademischen Karriereleiter, desto niedriger der Anteil an Frauen. Im Wintersemester 2025/2026 lag der Anteil unter Studienanfängern bei 52 Prozent, unter Studienabsolventen bei 53 Prozent. Bei den frisch Promovierten betrug der Anteil 46 Prozent; bei den Habilitationen, also der Anerkennung der Lehrbefähigung an einer Hochschule, rund 36 Prozent.