Datum09.12.2025 11:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Generalbundesanwalt ermittelt nach einem Cyberangriff auf die CDU, bei dem Unbekannte den Kalender von Parteichef Friedrich Merz hackten. Der Verdacht besteht auf Spionage und geheimdienstliche Aktivitäten, wobei erste Hinweise auf einen Zusammenhang mit China hinweisen. Merz bezeichnete den Vorfall als den schwersten Angriff auf eine politische IT-Struktur in Deutschland. Die CDU äußerte sich aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht. Das BSI warnt zudem, dass deutsche Behörden und Unternehmen unzureichend vor Cyberangriffen geschützt sind.
InhaltIm vergangenen Jahr haben Unbekannte den Kalender von CDU-Parteichef Friedrich Merz gehackt. Der Generalbundesanwalt ermittelt wegen des Verdachts auf Spionage. Nach einer Cyberattacke gegen die CDU hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Spionage übernommen. Das sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Ermittelt wird demnach wegen des Verdachts geheimdienstlicher Agententätigkeit. Zuvor hatten die Behörden in Nordrhein-Westfalen ermittelt. "Weitere Auskünfte werden derzeit nicht erteilt", hieß es von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die CDU äußerte sich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht dazu. Die CDU war vor der Europawahl im Frühjahr 2024 von Hackern angegriffen worden. Dabei waren die Täter an Daten aus dem Kalender von Parteichef Friedrich Merz gelangt. Früheren Medienberichten zufolge soll eine Spur nach China geführt haben. Merz sprach damals vom "schwersten Angriff auf eine IT-Struktur, die jemals eine politische Partei in Deutschland erlebt" habe. Erst kürzlich hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) festgestellt, dass deutsche Behörden und Unternehmen nicht ausreichend vor Cyberangriffen geschützt sind. Die Sicherheitslage sei angesichts der geopolitischen Lage weiterhin angespannt, heißt es in dem Lagebericht.