Datum16.10.2025 19:40
Quellewww.zeit.de
TLDRCDU-Landesvorsitzender Dennis Thering kritisiert die Millionenpläne des rot-grünen Senats zur Fertigstellung des Elbtowers als Wortbruch. Bürgermeister Peter Tschentscher hatte zuvor versprochen, dass kein Steuergeld in das Projekt fließen würde. Stattdessen sollen 595 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln genutzt werden, um das geplante Naturkundemuseum dort unterzubringen. Der Elbtower, ursprünglich von Olaf Scholz und René Benko initiiert, steht seit Oktober 2023 als unvollendete Bauruine aufgrund finanzieller Schwierigkeiten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „CDU-Landesparteitag“. Lesen Sie jetzt „Thering: Millionenpläne für den Elbtower sind Wortbruch“. Angesichts der Millionenpläne des rot-grünen Senats für den Elbtower hat der CDU-Landesvorsitzende Dennis Thering dem Bürgermeister Wortbruch vorgeworfen. Peter Tschentscher (SPD) habe noch vor wenigen Monaten den Hamburgerinnen und Hamburgern versprochen, es werde kein Cent Steuergeld in die Fertigstellung des Elbtowers gesteckt, es handele sich um ein rein privatwirtschaftliches Projekt, kritisierte Thering auf dem CDU-Landesparteitag im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Geworden sei daraus die "Schocksumme" von knapp 600 Millionen Euro. Der rot-grüne Senat möchte das geplante Naturkundemuseum in dem seit rund zwei Jahren als 100 Meter hohe Bauruine am Ostende der Hamburger Hafencity stehenden Elbtower unterbringen. Dabei schwebt ihm ein Global-Pauschal-Festpreis in Höhe von 595 Millionen Euro vor, der über Darlehen und aus dem Sondervermögen für Infrastrukturmaßnahmen finanziert werden soll. Die Idee stammt vom Hamburger Immobilienentwickler Dieter Becken, der seit Dezember vergangenen Jahres zusammen mit einem Konsortium exklusiv mit dem Insolvenzverwalter Torsten Martini über den Kauf der Bauruine verhandelt. Die möglichen Investoren brauchen dringend weiteres Geld, um den Elbtower zu vollenden. Ursprünglich war der Elbtower ein Prestigeprojekt des damaligen Bürgermeisters Olaf Scholz (SPD) sowie des österreichischen Immobilieninvestors René Benko. Weil Benkos kriselnde Signa-Gruppe jedoch Rechnungen nicht gezahlt hatte, wurden die Arbeiten an dem Turm in rund 100 Metern Höhe im Oktober 2023 eingestellt. Benko sitzt seit Januar in Untersuchungshaft und steht derzeit in Österreich vor Gericht. © dpa-infocom, dpa:251016-930-171694/1