Datum09.12.2025 01:51
Quellewww.zeit.de
TLDRUS-Präsident Donald Trump droht Mexiko im Wasserstreit um Rio Grande mit Strafzöllen von fünf Prozent. Er behauptet, Mexiko halte den Wasservertrag von 1944 nicht ein und schulde den USA bisher fast eine Milliarde Kubikmeter Wasser. Kongressabgeordnete aus Texas fordern mehr Druck auf Mexiko, da das Wasser für die Viehzucht wichtig ist. Mexiko müsse bis Ende des Jahres einen Teil der geschuldeten Menge freigeben, andernfalls drohen Zölle auf mexikanische Importe.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Texaner machen Druck“. Lesen Sie jetzt „Trump droht Mexiko in Wasserstreit mit Strafzoll“. US-Präsident Donald Trump droht dem Nachbarn Mexiko in einem Streit um die Verteilung von Wasserreserven in der Grenzregion mit Strafzöllen von fünf Prozent. Er warf den Mexikanern in einem Post auf seiner Online-Plattform Truth Social vor, den Vereinigten Staaten nicht genügend Wasser zu überlassen und damit die Viehzucht in Texas zu gefährden. Kongressabgeordnete aus dem US-Bundesstaat hatten den Republikaner zuvor aufgefordert, mehr Druck auf das südliche Nachbarland auszuüben. Gemäß einem Vertrag aus dem Jahr 1944 muss Mexiko aus seinem Einzugsbereich des Rio Grande in der östlichen Hälfte des gemeinsamen Grenzgebiets Wasser an die USA abgeben. Dafür erhält das Land im Gegenzug Wasser aus dem weiter westlich gelegenen Rio Colorado. Immer wieder kommt es bei den Verteilungsfragen aber zu Streit - vor allem in Zeiten akuter Trockenheit. Mexiko habe den Vertrag zwischen beiden Ländern in den vergangenen fünf Jahren nicht eingehalten und schulde den USA umgerechnet fast eine Milliarde Kubikmeter Wasser, schrieb Trump nun. Bis zum 31. Dezember müsse knapp ein Viertel dieser Menge freigegeben werden, der Rest dann bald folgen. Bis jetzt habe Mexiko nicht reagiert, und das sei sehr unfair gegenüber US-Landwirten, die dieses dringend benötigte Wasser verdienten, schrieb Trump. Deshalb habe er die nötigen Vorbereitungen getroffen und Genehmigungen erteilt, um einen Strafzoll von fünf Prozent auf mexikanische Importe in die USA zu erheben, "wenn dieses Wasser nicht SOFORT freigegeben wird". Der Wasservertrag wurde zu einer Zeit geschlossen, als die kostbare Ressource noch nicht so knapp war wie heute. Das Wasser aus Mexiko wird etwa für den Anbau von Zitrusfrüchten in Texas benötigt. Auf mexikanischer Seite wiederum sind einige grenznahe Bundesstaaten von dem Wasser abhängig, das aus dem amerikanischen Teil des Colorado River kommt. © dpa-infocom, dpa:251209-930-397575/1