Frustriertes Personal: Louvre-Mitarbeiter rufen zum Streik auf

Datum08.12.2025 14:19

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Mitarbeiter des Pariser Louvre rufen für den 15. Dezember zu einem Streik auf, um gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Personalmangel zu protestieren. Sie fordern neue Stellen im Empfangs- und Überwachungsbereich, da viele Arbeitsplätze weggefallen sind. Der Streik folgt auf mehrere Vorfälle, darunter der Diebstahl von Kronjuwelen im Wert von 88 Millionen Euro und Schäden an Bibliotheksdokumenten durch ein Wasserleck. Das Museum plant, sein veraltetes Hydrauliksystem bis 2026 zu erneuern.

InhaltNach Diebstahl, Galerie-Schließung und Wasserrohrbruch sind auch die Mitarbeiter des Pariser Louvre aufgebracht. Sie wollen streiken, wenn sich die Umstände nicht bessern. Die Beschäftigten des Pariser Louvre-Museums haben für den 15. Dezember zu einem Streik aufgerufen. Sie protestieren gegen verschlechterte Arbeitsbedingungen und unzureichende Mittel, wie französische Medien berichten. Die Mitarbeiter fordern unter anderem neue Stellen, insbesondere im Empfangs- und Überwachungsbereich, "um die in der Vergangenheit weggefallenen Arbeitsplätze auszugleichen", sagte eine Gewerkschaftsvertreterin der Zeitung "Le Monde". "Die Teams im Empfang und in der Überwachung sind am Ende ihrer Kräfte, da es an ausreichend Personal fehlt." Die Streikankündigung folgt auf diverse Zwischenfälle am weltberühmten Museum: Am 19. Oktober wurden Kronjuwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro gestohlen. Mehrere Verdächtige wurden mittlerweile festgenommen, doch die Schmuckstücke fehlen weiterhin. Im November musste eine veraltete Galerie wegen maroder Träger geschlossen werden. Erst am Wochenende wurde bekannt, dass durch ein Wasserleck 300 bis 400 Fachzeitschriften und Dokumente der Bibliothek der ägyptischen Antiken beschädigt wurden. Die Kulturerbe-Werke in der Bibliothek seien unversehrt, wie der Louvre bestätigte; die Dokumente sollen getrocknet, repariert und zurückgestellt werden. Ursache war ein veraltetes Hydrauliksystem, das ab September 2026 erneuert werden soll.