Datum08.12.2025 13:14
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz bleibt laut Heidrun Schulz von der Bundesagentur für Arbeit stabil. Obwohl ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 5,5 Prozent und ein Rückgang sozialversicherungspflichtig Beschäftigter erwartet werden, gibt es keine großen Risiken. Die Stabilität wird vor allem durch den Zuwachs ausländischer Fachkräfte gefördert. Der Vergleich zeigt, dass Rheinland-Pfalz die drittniedrigste Arbeitslosenquote in Deutschland hat, was auch in den kommenden Jahren nicht gefährdet scheint.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ausblick auf 2026“. Lesen Sie jetzt „Arbeitsmarkt bleibt stabil – Ausländische Profis gefragt“. Der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz zeigt sich robust: Nach Einschätzung von Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, wird es auch im kommenden Jahr eine hohe Beschäftigung im Bundesland geben. Es könne allenfalls einen leichten Anstieg bei der Arbeitslosigkeit und einen leichten Rückgang bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geben, sagte Schulz in ihrem Ausblick auf 2026. Sie sehe aber keine große Beschäftigungsgefahr. Rheinland-Pfalz hatte zuletzt im Vergleich der Bundesländer hinter Bayern und Baden-Württemberg die drittniedrigste Arbeitslosenquote. "Ich sehe nichts, was diese Platzierung im nächsten Jahr in Gefahr bringen könnte", berichtete die Chefin der Regionaldirektion. Rund 126.000 Männer und Frauen waren 2025 im Jahresdurchschnitt in Rheinland-Pfalz arbeitslos gemeldet. Das entspricht im Jahresvergleich einem Anstieg von 5.500 Personen oder 4,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote werde dieses Jahr voraussichtlich 5,5 Prozent betragen und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr liegen, teilte Schulz mit. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten habe nach den aktuellsten Daten vom März bei 1.486.200 gelegen und damit auf dem Niveau des Vorjahres, sagte Schulz. Dass dieses Niveau stabil blieb, sei vorwiegend auf die Zunahme von Menschen mit ausländischem Pass zurückzuführen. Die Chefin der Regionaldirektion betonte die Bedeutung von ausländischen Fachkräften für den Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz: 154.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Alter von 60 bis 64 ständen derzeit lediglich 115.700 in Altersgruppe 20 bis 24 Jahren gegenüber. Neben der Aus- und Weiterbildung und der Erschließung inländischer Potenziale sei daher vor allem auch die Einwanderung ausländischer Fachkräfte eine tragende Säule für den Arbeitsmarkt, erklärte Schulz. © dpa-infocom, dpa:251208-930-395152/1