Migration: EU-Innenminister vereinbaren Verschärfung des europäischen Asylrechts

Datum08.12.2025 13:13

Quellewww.zeit.de

TLDRDie EU-Innenminister haben bei einem Treffen in Brüssel eine Verschärfung des europäischen Asylrechts beschlossen. 21.000 Asylsuchende sollen umverteilt werden, um besonders belastete Staaten zu entlasten. Zudem wird das Konzept der sicheren Drittstaaten überarbeitet und eine Liste sicherer Herkunftsländer eingeführt. Weniger belastete Länder sollen 420 Millionen Euro im Rahmen eines Solidaritätsmechanismus bereitstellen. Ursprünglich waren 30.000 Umsiedlungen und 600 Millionen Euro jährlich vorgesehen, jedoch gelten die neuen Summen ab 2026.

InhaltDie EU-Staaten haben sich darauf verständigt, die Asylbedingungen für Migranten zu verschärfen. 21.000 Asylsuchende sollen außerdem umverteilt werden. Die EU-Staaten haben sich auf ein schärferes Asylrecht und neue Regeln zur Verteilung von Geflüchteten geeinigt. Das haben die EU-Innenminister bei einem Treffen in Brüssel festgelegt. Demnach soll das Konzept der sogenannten sicheren Drittstaaten überarbeitet und eine gemeinsame Liste sicherer Herkunftsländer eingeführt werden. Außerdem sollen innerhalb der Europäischen Union 21.000 Schutzsuchende umgesiedelt werden, um besonders unter Druck stehende EU-Staaten zu entlasten.  Weniger belastete EU-Länder im Rahmen des Solidaritätsmechanismus, der mit der europäischen Asylreform 2024 beschlossen wurde, sollen künftig zudem 420 Millionen Euro bereitstellen. In der Asylreform war zuvor eigentlich die Umsiedlung von mindestens 30.000 Asylbewerbern und die Bereitstellung von 600 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Die Summen liegen unter den ursprünglich in der Asylreform vorgesehenen Mindestwerten, weil dieser erst ab Juli 2026 vollständig in Kraft treten.  Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.