Wirtschaft schwächelt: Mehr Firmenpleiten in MV

Datum08.12.2025 11:57

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Firmenpleiten 2025 gestiegen, mit 61 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen, über dem Vorjahreswert von 53, aber unter dem bundesweiten Schnitt von 76. Die Insolvenzquote steigt in allen Bundesländern, während ostdeutsche Flächenländer niedrigere Werte aufweisen. Creditreform prognostiziert für 2023 insgesamt 23.900 Unternehmensinsolvenzen, den höchsten Stand seit 2014. Deutschland leidet unter einer anhaltenden Wachstumsstarre, mit stagnierendem BIP und bleibt hinter anderen europäischen Ländern zurück.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wirtschaft schwächelt“. Lesen Sie jetzt „Mehr Firmenpleiten in MV“. In Mecklenburg-Vorpommern ist nach einer aktuellen Prognose die Zahl der Firmenpleiten 2025 im Vorjahresvergleich gestiegen. Mit 61 Fällen je 10.000 Unternehmen liegt die Insolvenzquote dabei höher als 2024 (53), allerdings unter dem aktuellen Bundesschnitt von 76, wie aus Hochrechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht. Die Quote steigt den Zahlen zufolge in allen 16 Bundesländern und reicht von 130 Fällen je 10.000 Bestandsunternehmen in Berlin bis zu 48 in Thüringen.  Auch Hamburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen weisen Quoten über dem bundesweiten Durchschnitt auf. Demgegenüber verzeichnen die ostdeutschen Flächenländer insgesamt eher niedrigere Werte, was vermutlich auf die dortige Branchenstruktur zurückzuführen sei, hieß es.  Bundesweit geht Creditreform bis zum Jahresende von 23.900 Unternehmensinsolvenzen aus. Das wäre der höchste Stand seit dem Jahr 2014 und ein Anstieg von mehr als acht Prozent binnen Jahresfrist. Eine Trendwende ist trotz der Erwartung, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr etwas in Schwung kommt, nicht in Sicht.  "Die Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2025 haben sich nicht erfüllt. Deutschland verharrt weiterhin in einer Wachstumsstarre", heißt es in dem Bericht. Creditreform schätzt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr nach Rückgängen in den beiden Vorjahren lediglich stagnieren dürfte. Damit setze sich die Konjunkturschwäche das dritte Jahr in Folge fort und Deutschland gehöre erneut zu den Schlusslichtern der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa. © dpa-infocom, dpa:251208-930-394702/1