Rassismus: Studie zeigt rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt

Datum08.12.2025 11:50

Quellewww.zeit.de

TLDREine Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung zeigt, dass Menschen mit ausländisch klingenden Namen auf dem Wohnungsmarkt in Deutschland diskriminiert werden. Besonders muslimische und schwarze Personen erhalten seltener Einladungen zu Wohnungsbesichtigungen. Die Analyse, die auf Befragungen und Experimenten basiert, belegt, dass ungleiche Behandlung im Wohnbereich weit verbreitet ist und die Wohnraumsuche stark beeinflusst. Trotz unverändertem Einkommen führen solche Namen zu geringerer Rückmeldung auf Bewerbungen.

InhaltVon Rassismus betroffene Menschen werden laut einer Studie bei der Wohnungssuche benachteiligt. Ein ausländisch klingender Name führt seltener zu Besichtigungen. Der ohnehin angespannte Wohnungsmarkt in Deutschland benachteiligt einer Studie zufolge von Rassismus betroffene Menschen. Muslimische und schwarze Menschen erlebten deutlich häufiger, dass sie nicht zu Wohnungsbesichtigungen eingeladen werden, heißt es in einer Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung.  "Ungleiche Behandlung im Bereich Wohnen ist kein Randphänomen, sondern prägt die Erfahrung vieler", heißt es vonseiten des Forschungsteams zu den Ergebnissen der Studie. Für die Studie wurden mehrere Tausend Menschen befragt und amtliche Daten ausgewertet. Darüber hinaus verschickte das Forschungsteam im Rahmen eines Experiments Bewerbungen auf echte Wohnungsanzeigen und variierte dabei die Namen der angeblich Interessierten, ließ aber andere Faktoren wie das Einkommen unverändert. Insbesondere bei Namen, die im Nahen Osten oder Afrika verbreitet sind, gab es demnach seltener eine Rückmeldung auf die Wohnungsbewerbung und auch seltener eine Einladung zur Besichtigung. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.