Renten-Debatte: Neuer Vorschlag zu Renteneintritt sorgt für Diskussionen

Datum08.12.2025 11:41

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Diskussion um die Rentenreform fokussiert sich auf den Vorschlag, den Renteneintritt an die Anzahl der Beitragsjahre statt an ein spezifisches Alter zu koppeln. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann unterstützt diesen Ansatz, während die Linkspartei ihn als Spaltung der Beschäftigten kritisiert. Linken-Fraktionsvize Nicole Gohlke betont, dass der Vorschlag soziale Gerechtigkeit berücksichtigen müsse, insbesondere für körperlich arbeitende Menschen. Der Ökonom Jens Südekum hat diese Idee ins Spiel gebracht und fordert eine offene Diskussion in der geplanten Rentenkommission.

InhaltNicht ab einem konkreten Alter in die Rente, sondern erst nach einer gewissen Zahl an Beitragsjahren? Die Idee sorgt für Interesse bei der CDU und Kritik bei den Linken. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hält den Vorschlag, die Rente künftig an die Zahl der Beitragsjahre zu koppeln, für diskussionswürdig. Die von der Regierung geplante Rentenkommission müsse jetzt ohne Denkverbote und Vorfestlegungen arbeiten, sagte Linnemann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Überlegung, das Renteneintrittsalter an die Zahl der Beitragsjahre zu koppeln, gehört da sicherlich dazu." Die Linke im Bundestag kritisierte den Vorschlag dagegen als "Spaltung der Beschäftigten". "Wer körperlich hart arbeitenden Menschen einen früheren Ruhestand ermöglichen will, rennt bei uns offene Türen ein", sagte die Linken-Fraktionsvize Nicole Gohlke. "Aber das darf nicht gegen diejenigen ausgespielt werden, die sich für ein Studium entschieden haben." Der Ökonom Jens Südekum, der auch Berater von  Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist, hatte sich dafür ausgesprochen, den Beginn der Rente nicht mehr mit dem Alter, sondern mit der Zahl der Beitragsjahre zu verknüpfen.  Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.