Integration: Grüne wollen Klarheit über Integrationsprojekte

Datum08.12.2025 11:15

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Grünen im Sächsischen Landtag fordern klare Informationen über die Zukunft von Integrationsprojekten, da viele Anträge auf Förderungen abgelehnt wurden. Fraktionschefin Franziska Schubert wies darauf hin, dass der Landtag 14,5 Millionen Euro jährlich für Integrationsarbeit bereitgestellt hat, um Kürzungen des Sozialministeriums abzuwenden. Die Ablehnungen gefährden viele Träger und deren wichtige Rolle bei der Integration von Menschen in Sachsen. Schubert fordert vom Sozialministerium transparente Informationen und Unterstützung, um eine erfolgreiche Integration sicherzustellen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Integration“. Lesen Sie jetzt „Grüne wollen Klarheit über Integrationsprojekte“. Die Grünen im Sächsischen Landtag verlangen Klarheit über die Zukunft zahlreicher Integrationsprojekte im Freistaat. "Immer mehr Träger und Vereine teilen uns mit, dass ihre Anträge auf Förderung über die Richtlinie "Integrative Maßnahmen" abgelehnt wurden", erklärte Fraktionschefin Franziska Schubert und forderte vom Sozialministerium Transparenz darüber, "was hier passiert ist".  Schubert zufolge hatte der Landtag 14,5 Millionen Euro pro Jahr für Integrationsarbeit bereitgestellt – von großen Strukturmaßnahmen bis hin zu kleinen Patenschaftsprogrammen. Zuvor habe das Sozialministerium hier massive Kürzungen geplant, die man gemeinsam mit der Linksfraktion aber abwenden konnte.  "Die aktuelle Ablehnungswelle bringt viele Träger jetzt erneut in existenzgefährdende Schwierigkeiten. Ich erwarte, dass das Sozialministerium hier zügig für Klarheit sorgt", betonte die Fraktionsvorsitzende. Sie verwies auf einen offenen Brief eines Zusammenschlusses mehrerer Initiativen, Vereine und Verbände an das Ministerium, in dem die Ablehnung von mehr als 70 Projekten der Integration und Teilhabe kritisiert wird. "Die Vereine, Träger und Engagierten leisten einen wichtigen Beitrag für die Integration in Sachsen: Sie unterstützen die Menschen dabei, im Freistaat anzukommen, einen Job zu finden und Wurzeln zu schlagen", argumentierte Schubert. Das sei wichtig für ein gelingendes gesellschaftliches Miteinander. "Gerade wir in Sachsen brauchen Fachkräfte und Menschen, die mit anpacken. Eine gelingende Integration ist ein zentraler Standortfaktor." © dpa-infocom, dpa:251208-930-394482/1