Hilfsaktion: Weihnachten im Schuhkarton – Freiwillige prüfen in Berlin

Datum08.12.2025 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" sammelt Geschenke für Kinder in über 100 Ländern. In der Berliner Weihnachtswerkstatt werden die Kartons auf Einfuhrbestimmungen geprüft und verbotene Artikel entfernt. Koordinatorin Magdalena Schupelius betont das Ziel, jedem Kind einen individuellen Karton zu schenken. 2024 wurden weltweit fast zwölf Millionen Pakete verteilt, davon rund 300.000 aus dem deutschsprachigen Raum. Die Verteilung erfolgt über lokale Partner, und derzeit unterstützen etwa 3.500 Ehrenamtliche die Aktion bis zum 13. Dezember.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hilfsaktion“. Lesen Sie jetzt „Weihnachten im Schuhkarton – Freiwillige prüfen in Berlin“. Egal ob Spielzeug, Stifte oder Plüschtier: Mit prall gefüllten Boxen will die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" will Hoffnung und Freude zu Kindern in über 100 Ländern bringen. "Unser Ziel ist, dass wirklich jedes Kind einen altersgerechten und – soweit möglich – individuell zusammengestellten Karton voller Geschenke bekommt", erklärt Magdalena Schupelius vom Verein "Die barmherzigen Samariter", der die internationale Initiative in Deutschland koordiniert. Damit das gelingt, werde jeder einzelne Schuhkarton in der Berliner Weihnachtswerkstatt geöffnet und kontrolliert. "Wir müssen Einfuhrbestimmungen einhalten. Wenn an der Grenze etwas Unzulässiges gefunden wird, kann die gesamte Lieferung gestoppt werden", so Schupelius. Deshalb würden verbotene oder gebrauchte Artikel entfernt und durch Neues ersetzt – etwa Kuscheltiere, Malbücher oder Buntstifte. Die Werkstatt in Berlin sei das Herz der Aktion in Deutschland: "Hier laufen die Pakete wie am Fließband über Bänder und werden geprüft. Die allermeisten Kartons aus dem deutschsprachigen Raum kommen hierher", berichtet Schupelius. Nur wenige würden in kleineren Werkstätten in Thüringen, Baden-Württemberg oder Österreich bearbeitet. Die Pakete stammten überwiegend von Einzelpersonen und Familien, aber auch Firmen und Gruppen organisierten sogenannte Packpartys. Insgesamt habe es rund 4.000 Abgabestellen in Deutschland gegeben, die nach der offiziellen Sammelwoche nun wieder geschlossen seien. Jetzt können Kartons laut Schupelius nur noch direkt an die Berliner Weihnachtswerkstatt geschickt werden. Die Verteilung erfolge über lokale Partner – meist Kirchengemeinden, Schulen oder Kinderheime – und ziehe sich oft bis Februar. Aus Deutschland würden die meisten Geschenke nach Osteuropa gehen, ein Teil auch nach Ghana. Online gepackte Kartons, die auch jetzt noch bestellt werden können, würden demnach ausschließlich nach Westafrika geschickt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (beide CDU) wollen die Weihnachtswerkstatt am Nachmittag besuchen und sich ein Bild von der Arbeit machen. Insgesamt rund 3.500 Ehrenamtlichen durchschauen dort demnach noch bis zum 13. Dezember täglich tausende individuell gepackte Geschenkboxen und bereiten sie für den Versand vor. 2024 wurden den Angaben zufolge im Rahmen von "Weihnachten im Schuhkarton" weltweit fast zwölf Millionen Pakete verteilt, rund 300.000 davon kamen aus dem deutschsprachigen Raum. © dpa-infocom, dpa:251208-930-393491/1