Gesundheitspolitik: Opposition fordert bessere Versorgung von HIV-Infizierten

Datum07.12.2025 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Opposition in Schleswig-Holstein, vertreten durch SPD und FDP, fordert eine bessere medizinische Versorgung für HIV-Infizierte. Momentan gibt es nur zwei Ärzte mit Genehmigung zur Behandlung von HIV/Aids im Land, was den Bedürfnissen der ländlichen Bevölkerung nicht gerecht wird. Beide Fraktionen betonen die Notwendigkeit, die spezialisierte Versorgung auszubauen, um eine leitliniengerechte Behandlung zu gewährleisten. Positiv ist, dass die Zahl der Neuinfektionen im laufenden Jahr auf 62 gesunken ist, verglichen mit 123 Fällen im Jahr 2024.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gesundheitspolitik“. Lesen Sie jetzt „Opposition fordert bessere Versorgung von HIV-Infizierten“. Für Menschen mit HIV oder Aids gibt es in Schleswig-Holstein nach Ansicht von SPD- und FDP-Landtagsfraktion zu wenig spezialisierte Ärzte. Nur zwei Ärzte verfügen gegenwärtig über eine Genehmigung gemäß Qualitätssicherungsvereinbarung HIV/Aids, wie aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Abgeordneten Sophia Schiebe und Birte Pauls (beide SPD) sowie Heiner Garg (FDP) hervorgeht. "Dass nur zwei zugelassene Arztpraxen in ganz Schleswig-Holstein eine spezialisierte medizinische Versorgung von Personen mit einer HIV-Infektion oder Aids anbieten, wird den Bedürfnissen unseres ländlich geprägten Bundeslandes nicht gerecht", kritisierte die SPD-Gesundheitspolitikerin Pauls. Es bestehe offensichtlicher Handlungsbedarf, diese spezialisierte Versorgung auszubauen. Ähnlich äußerte sich Garg, der bis 2022 Gesundheitsminister des Landes war. "Ich erwarte, dass die Landesregierung hier gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung darauf hinwirkt, die spezialisierte Versorgung in unserem Land zu stärken." Das sei absolut notwendig, um Menschen eine leitliniengerechte Behandlung garantieren zu können. Wie aus der Antwort des Ministeriums weiter hervorgeht, ist die Zahl der Neuinfektionen mit HIV im laufenden Jahr auf bisher 62 zurückgegangen. 2024 hatte es 123 Fälle gegeben, 2023 waren es 88. © dpa-infocom, dpa:251207-930-390256/1