Jobs in Gefahr: CDU will Doppelspielhallen in Niedersachsen mehr Zeit geben

Datum06.12.2025 05:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDie CDU-Fraktion in Niedersachsen plant, die Übergangsfrist für Doppelspielhallen bis 2030 zu verlängern, um rund 3.000 bedrohte Arbeitsplätze zu sichern. Laut einem Gesetzentwurf sollen nur noch eine Spielhalle an Standorten mit zwei erlaubt sein, was viele Betreiber und Angestellte in Sorge versetzt. CDU-Abgeordneter Marcel Scharrelmann sieht in der Fristverlängerung einen Schutz für Spieler und Arbeitnehmer. Das Wirtschaftsministerium zeigt sich skeptisch, ob dies mit dem Glücksspielstaatsvertrag vereinbar ist, prüft jedoch Optionen zur Arbeitsplatzsicherung.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Jobs in Gefahr“. Lesen Sie jetzt „CDU will Doppelspielhallen in Niedersachsen mehr Zeit geben“. Zum Jahresende könnten in Niedersachsen viele Spielhallenstandorte wegfallen. Die CDU-Fraktion im Landtag will gegensteuern und schlägt vor, die Übergangsfrist für sogenannte Doppelspielhallen bis 2030 zu verlängern. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Hintergrund: An Standorten, an denen heute zwei Spielhallen unter einem Dach betrieben werden, darf künftig nur noch eine weiterlaufen. Viele Betreiber fürchten deshalb um ihre wirtschaftliche Grundlage, Beschäftigte um ihre Jobs. Nach Branchenangaben sind rund 3.000 Arbeitsplätze bedroht. Der CDU-Abgeordnete Marcel Scharrelmann betont, eine längere Frist könne sowohl den Spielerschutz als auch Arbeitsplätze sichern. "Glücksspiel muss staatlich kontrolliert bleiben", sagte er. Man wolle verhindern, dass Spieler zu illegalen Angeboten abwanderten. Das Wirtschaftsministerium reagiert zurückhaltend. Eine Verlängerung sei "nur schwer" mit dem Glücksspielstaatsvertrag zu vereinbaren. Die Landesregierung prüfe jedoch, welche Möglichkeiten es gebe, Arbeitsplätze zu sichern. © dpa-infocom, dpa:251206-930-387457/1