Pflege: Land will Situation pflegender Angehöriger verbessern

Datum05.12.2025 16:17

Quellewww.zeit.de

TLDRThüringen plant Maßnahmen zur Verbesserung der Situation pflegender Angehöriger, die 140.000 der 180.000 Pflegebedürftigen versorgen. Koalitionsfraktionen fordern mehr Pflegestützpunkte, Angebote für Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege sowie eine zentrale Internetplattform und zusätzliche Beratungsstellen. Der Pflegebedarf könnte auf 210.000 steigen. Die SPD-Abgeordnete Cornelia Urban betont die Notwendigkeit finanzieller Absicherung und Unterstützung für Angehörige, während Sozialministerin Katharina Schenk ein Pflegeentwicklungsgesetz für 2024 ankündigt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Pflege“. Lesen Sie jetzt „Land will Situation pflegender Angehöriger verbessern“. Thüringen will die Situation von pflegenden Angehörigen verbessern. Die Koalitionsfraktionen CDU, BSW und SPD plädierten im Landtag unter anderem für mehr Pflegestützpunkte sowie mehr Angebote für Kurzeit-, Tages- und Nachtpflege, um Angehörige zu entlasten. Zudem sollte eine Internetplattform mit allen wichtigen Informationen entstehen und mehr Beratungsstellen eingerichtet werden. Von den 180.000 pflegebedürftigen Menschen würden derzeit 140.000 von ihren Angehörigen versorgt, heißt es in dem Antrag. Nach Angaben der SPD-Abgeordneten Cornelia Urban gibt es bei Pflegestützpunkten Nachholbedarf. Während andere Bundesländer Dutzende hätten, seien es im Freistaat nur vier. Sie erwies auf Prognosen, nach denen die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahren auf 210.000 wachsen wird. Das entspreche etwa der Einwohnerzahl der Landeshauptstadt Erfurt. "Wir müssen schnell Entlastung schaffen." Zudem gehe es um die finanzielle Absicherung pflegender Angehöriger, die oft ihre Berufstätigkeit einschränken müssen, sagte Urban.  Der BSW-Abgeordnete Stefan Wogawa unterstützte erste Überlegungen beim Bund für ein Pflegegeld als Lohnersatz oder eine Senkung der Beiträge pflegender Angehöriger zur Pflegeversicherung.  Ziel der Landesregierung sei, dass Menschen möglichst lange in ihren Wohnungen oder ihrem Haus bleiben könnten, sagte Sozialministerin Katharina Schenk (SPD). Sie kündigte für das kommende Jahr ein Pflegeentwicklungsgesetz der Landesregierung an. © dpa-infocom, dpa:251205-930-385934/1